Frühindikator für Arbeitsmarkt leicht verbessert

Die zuletzt negativen Erwartungen für den Arbeitsmarkt haben sich wieder leicht verbessert. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung stieg im Juni im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Punkte auf 100 Zähler. (RONNY HARTMANN)
Die zuletzt negativen Erwartungen für den Arbeitsmarkt haben sich wieder leicht verbessert. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung stieg im Juni im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Punkte auf 100 Zähler. (RONNY HARTMANN)

Die zuletzt negativen Erwartungen für den Arbeitsmarkt haben sich aus Sicht der Arbeitsämter wieder leicht verbessert. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, das IAB-Arbeitsmarktbarometer, stieg im Juni im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Punkte auf 100 Zähler. Damit liegt es nun genau auf dem neutralen Wert von 100, wie das IAB in Nürnberg am Mittwoch mitteilte.

Das Barometer gilt als Frühindikator für die Arbeitsmarktentwicklung und basiert auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen Arbeitsagenturen. Die Skala reicht von 90 Punkten für eine sehr schlechte Entwicklung bis zu 110 Punkten für eine sehr gute Entwicklung. Vom Dezember an hatte es im positiven Bereich gelegen, sich im Mai jedoch leicht ins Negative gedreht.

Die Komponente des Arbeitsmarktbarometers zur Vorhersage der Beschäftigung liegt im Juni bei 102,3 Punkten und somit 0,3 Punkte unter dem Wert aus dem Vormonat. "Die Beschäftigung steigt weiter, das ist bemerkenswert. Mehr als Kurs halten ist aber nicht zu erwarten", erklärte der IAB-Forscher Enzo Weber.

Der Ausblick für die Arbeitslosigkeit verbesserte sich um 0,6 Punkte, er liegt jedoch mit 97,7 Punkten weiterhin klar im negativen Bereich. "Eine Trendwende hin zum Abbau der gestiegenen Arbeitslosigkeit ist noch nicht in Sicht", erklärte Weber.

Aus Unternehmenssicht ist dem Ifo-Beschäftigungsbarometer zufolge in absehbarer Zeit keine Trendwende zu erwarten. "Auftragsmangel hält viele Unternehmen davon ab, Personal aufzubauen", erklärte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen. "Am ehesten stellen noch die Dienstleister ein." In der Industrie, im Handel und im Bau deute die aktuelle Stimmungslage hingegen auf einen Rückgang der Beschäftigtenzahl hin.

pe/hcy