Fragen An: Michael Franssen: "Das Leben in den Gartenanlagen wird bunter"

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Was hat sich im vergangenen Jahrzehnt in den Kleingärten verändert?

Wir beobachten, dass sich vermehrt junge Familien mit Kindern für die Kleingärten interessieren. Man kann daher von einem langsamen Generationswechsel in den Gartenanlagen sprechen.

Welche Vorteile hat das?

Das Leben in den Gartenanlagen wird abwechslungsreicher. Zudem ist es sehr gut, wenn unsere Kinder im Kleingarten spielerisch lernen, wo Lebensmittel herkommen und wie sie angebaut werden.

Gibt es auch Nachteile?

Viele stellen sich das zu einfach vor und übersehen, dass ein Kleingarten bestellt werden muss. Die Pflanzen wachsen schnell und das überfordert viele Familien. Der günstige Preis der Gärten verlockt sie natürlich, einen Garten zu pachten, aber sie übersehen, dass dafür viel eigenes Engagement gefordert ist. Für die ehrenamtliche Tätigkeit im Vereinsleben selbst bleibt dann oft keine Zeit mehr. Wir haben in vielen Vereinen regelmäßig das Problem, Mitglieder zu finden, die sich bereit erklären, im Vorstand mitzuarbeiten.

Welche Pflichten kommen auf denjenigen zu, der Mitglied in einem Kleingartenverein wird und einen Garten pachtet?

Das Kleingartenwesen lebt von der Selbstverwaltung und diese erfordert ein ehrenamtliches Engagement. Nur so können die Kosten auf einem sozialverträglichen Niveau gehalten werden. Das bedeutet, dass jeder, der einen Garten pachtet, neben dem Zeitaufwand für die Bewirtschaftung des eigenen Gartens eine gewisse Zeit für die Pächtergemeinschaft investieren muss. Dazu zählen Gemeinschaftsarbeiten zur Pflege der Allgemeinflächen oder zur Instandhaltung der Anlage und natürlich auch eine Mitarbeit im Vorstand.

Wieviel Zeitaufwand bedeutet das in der Woche oder im Monat?

Für die Bewirtschaftung des Gartens benötigt man je nach Jahreszeit zwei bis vier Stunden die Woche. Für Gemeinschaftsarbeiten kann man je nach Größe der Kleingartenanlage zwischen fünf und 20 Stunden pro Jahr ansetzen. Engagement im Vorstand erfordert darüber hinaus weiteren Zeitaufwand.

Michael Franssen ist Geschäftsführer des Kreisverband Kölner Gartenfreunde e.V., also des Dachverbandes, zu dem alle 144 Kölner Kleingartenvereine gehören....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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