Frankfurt/Main: Air Berlin gehört zu größten Kapitalvernichtern

Manche nennen sie „Todesliste“. Aber so martialisch meint die Aktionärsvereinigung DSW die Aufstellung gar nicht.

Frankfurt/Main. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz listet jährlich auf, welches börsennotierte Unternehmen am meisten Aktionärsvermögen verbrannt hat. Wieder gehört Air Berlin dazu. Die Gesellschaft hat sich von Rang 17 (2015) auf Rang fünf der größten Kapitalvernichter im Jahr 2016 "vorgearbeitet", also verschlechtert. Die "rote Laterne" trägt der Maschinenbauer Singulus aus Kahl am Main.

Air Berlin hat voriges Jahr 33,9 Prozent seines Kurswertes eingebüßt, binnen der vergangenen drei Jahre gar 63,4 Prozent. Singulus hat die technische Entwicklung zugesetzt. Und auch die Bemühungen, auf einem neuen Betätigungsfeld aktiv zu werden, fruchten wenig. Jedenfalls hat die Börse die Aktie im vorigen Jahr mit einem Kursverlust von 90,2 Prozent und von 98,7 Prozent in den vergangenen drei Jahren abgestraft.

Singulus hatte zunächst Maschinen gebaut, auf denen DVDs und CDs hergestellt wurden. Diese Datenträger haben sich weitgehend überlebt. "Und jetzt ist man sehr stark im Solarbereich unterwegs", erklärte Marc Tüngler, der Hauptgeschäftsführer der DSW. Der spüre aber starke Konkurrenz aus China. "Es krankt dort im Geschäftsmodell oder in den Absatzmärkten", so Tüngler gestern in Frankfurt. Das schlage eben auf Geschäftszahlen und Kurse durch.

Auch etablierte Aktiengesellschaften zehren am Vermögen der Anleger

Die ganz jungen börsennotierten Unternehmen nimmt die DSW nicht in ihre Liste auf. Das würde den Blick auf die hohen Verluste großer börsennotierter Unternehmen statistisch verdecke...

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