Mindestens sechs Tote bei Unwettern in Frankreich

In Südwestfrankreich sind bei schweren Unwettern mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Am frühen Nachmittag wurde in der Nähe von Manosque nördlich von Marseille die Leiche einer Frau in der Nähe ihres Autos gefunden. Den Rettungskräften zufolge wurde sie vom Wasser mitgerissen, als sie versuchte, sich aus dem Auto zu befreien. 

In der Nacht kamen zudem drei Einsatzkräfte des Zivilschutzes beim Absturz ihres Hubschraubers westlich von Marseille ums Leben. Die Unglücksursache ist bisher nicht bekannt.

Innenminister Christophe Castaner sprach den Familien und Kameraden der Opfer "mit tiefer Trauer" sein Mitgefühl aus. "Dieses Drama erschüttert uns alle", twitterte er.

Zuvor waren westlich von Cannes zwei Menschen beim Versuch, ihre Tiere zu retten ums Leben gekommen . Ein Pferdestallbesitzer aus Fréjus starb nach Angaben der Präfektur des Départements Var, als er von den Fluten weggerissen wurde, während er auf seine Tiere aufpasste. Im Dorf Saint-Paul-en-Forêt wurde den Angaben zufolge ein Schäfer in seinem Auto ebenfalls von den Fluten weggerissen. Seine Leiche wurde später 300 Meter weiter in seinem Auto gefunden.

Besonders schwer betroffen waren die Küstengebiete an der französischen Riviera. Zahlreiche Orte wurden überflutet, der Zugverkehr war teilweise unterbrochen. Ein Fußballspiel zwischen AS Monaco und Paris Saint-Germain wurde abgesagt. Die Schulen blieben am Montagmorgen geschlossen.

In drei Departments galt am Montag weiterhin die zweithöchste Warnstufe. 

Schon vor einer Woche hatte es in Südwestfrankreich heftige Unwetter gegeben, bei denen ebenfalls sechs Menschen starben.