Frankreich fliegt 45 Menschen aus Afghanistan aus

Franzosen und Afghanen besteigen die Militärmaschine in Kabul

Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan hat Frankreich 45 Menschen aus Kabul ausgeflogen. Ein Airbus unter anderem mit Franzosen und afghanischen Ortskräften werde am Dienstagnachmittag auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle erwartet, teilte das französische Verteidigungsministerium mit. Sie waren zuvor auf der französischen Militärbasis Al Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten zwischengelandet.

Verteidigungsministerin Florence Parly sagte dem Radiosender RTL, "nach einer sehr chaotischen Lage" am Flughafen Kabul habe die französische Militär-Transportmaschine in der Nacht Richtung Golfregion starten können. Französische Eliteeinheiten hätten den Abflug gesichert. Über die Luftbrücke sollen nach ihren Worten in den kommenden Tagen noch weitere Menschen ausgeflogen werden.

Präsident Emmanuel Macron hatte am Montagabend in einer Fernsehansprache angekündigt, Dutzende Franzosen sowie afghanische Helfer würden ausgeflogen. Der französische Botschafter in Kabul, David Martinon, sagte vor dem Start des Evakuierungsfluges, auch indische und nepalesische Soldaten seien an Bord. Sie hatten geholfen, die Botschaft zu sichern.

Ein US-Militärflugzeug hatte am Montag einem US-Medienbericht zufolge 640 Menschen aus Kabul in Sicherheit gebracht. Ein Foto zeigte hunderte Menschen dicht gedrängt im Innenraum der Maschine. Einige Passagiere waren offenbar in letzter Minute über die halboffene Laderampe in das Flugzeug geklettert.

lob/cp

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