Nationale Trauerfeier für Belmondo im Pariser Invalidendom

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Jean-Paul Belmondo auf einem Filmfestival in Lyon 2013 (AFP/PHILIPPE MERLE)

Mit einer Trauerfeier im Pariser Invalidendom will Frankreich Abschied von Schauspiel-Legende Jean-Paul Belmondo nehmen. Zu Ehren des verstorbenen Filmstars werde es am Donnerstag eine nationale Trauerfeier geben, kündigte der Elysée-Palast am Dienstag an. Ganz Frankreich erinnerte sich derweil an Belmondo, seine Schauspielkollegin Brigitte Bardot erklärte: "Ich denke an ihn, ich habe ihn geliebt."

Der Star des französischen Kinos war am Montag im Alter von 88 Jahren in Paris gestorben. Belmondo, der im Laufe seiner langen Karriere mehr als 80 Filme drehte, war in den 60er Jahren ein Aushängeschild des Nouvelle-Vague-Kinos, spielte aber auch in zahlreichen Komödien und Actionfilmen mit.

Mit der Feier im Invalidendom wird Belmondo in eine Reihe großer Franzosen aufgenommen. Nationale Trauerfeiern waren lange nur Militärs vorbehalten, sie wurden aber letztlich auch für Zivilisten möglich, die sich große Verdienste um Frankreich erworben haben oder ihre Zeit prägten - unter anderem gab es eine für den Sänger Charles Aznavour 2018.

Der Tod von Belmondo erschütterte viele Franzosen: Mehr als 6,6 Millionen Menschen sahen in Erinnerung an ihn am Montagabend einen der von Fernsehsendern kurzfristig ins Programm genommenen Filme mit dem Star. Brigitte Bardot ließ über ihre Stiftung erklären: "Er fehlt mir. Ich möchte nicht darüber reden, denn wahre Trauer ist stumm."

Der Trauergottesdienst für Belmondo soll nach Angaben seines Anwalts am Freitag in der Kirche Saint-Germain des Prés stattfinden.

jes/ju

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