Frankreich: Trauer um die 13 in Mali getöteten Soldaten

Sieben Soldaten von derselben Militärbasis

Frankreich trauert um die 13 Soldaten, die in Mali beim Zusammenstoß zweier Hubschrauber ums Leben gekommen sind. Es war der schwerste Verlust seit mehr als drei Jahrzehnten, den die französische Armee an einem einzigen Tag hinnehmen musste.

Sieben der Toten stammten von derselben Militärbasis im südwestfranzösischen Pau. Der Vater eines der getöteten Soldaten sagte: "Ich wusste, dass ein Risiko besteht. Er wusste, dass er sein Leben aufs Spiel setzt. Das war sein Job, und er mochte ihn."

Frankreichs Präsident bezeichnete die Soldaten auf Twitter als Helden, die das Ziel gehabt hätten, uns alle zu beschützen. Im Parlament in Paris wurde eine Schweigeminute im Gedenken an die Toten abgehalten.

Geteilte Ansichten zum Einsatz

Allerdings ist die Politik in Frankreich geteilter Meinung, was den Einsatz in Mali angeht, der sich gegen Islamisten richtet.

Regierungschef Édouard Philippe musste die Operation jetzt erneut verteidigen. Er sagte: "Ohne eine militärische Präsenz, ohne die Fähigkeit, den Feind zu konfrontieren, ohne die Fähigkeit, seine Wege, Waffenlager und Versammlungen anzugreifen, können wir die politische Stabilisierung und die wirtschaftliche Entwicklung Malis nicht garantieren."

Die beiden Hubschrauber, ein Tiger und ein Cougar, waren am Montagabend nach Einbruch der Dunkelheit zusammengestoßen. Eigentlich sollten sie Bodentruppen bei einem Gefecht gegen Islamisten unterstützen. Der Unfall ereignete sich in Ménaka, in der Grenzregion zu Niger und Burkina Faso.

Frankreich ist mit 4500 Soldaten in Mali und weiteren Ländern der Sahelzone präsent, um gegen Dschihadisten vorzugehen.

In dem Gebiet sind mehrere bewaffnete Gruppen aktiv, einige haben den Terrororganisationen Islamischer Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen.

Paris fordert von anderen europäischen Ländern, sich stärker an dem Einsatz "Barkhane" zu beteiligen.