Frankreichs Polizei will mehr Schutzmasken erzwingen

A municipal police officer controls a passerby for his certificate as they monitor people's movement at Place de la Comedie in Montpellier, south of France, on March 25, 2020, on the ninth day of a strict lockdown in France aimed at curbing the spread of COVID-19 caused by the novel coronavirus

Die französische Polizei beklagt in der Corona-Krise einen Mangel an Atemschutzmasken. Die Polizeigewerkschaften des Landes drohten am Donnerstag damit, die Kontrollen der Ausgangssperre auf ein Minimum herunterzufahren, wenn das Innenministerium keine neuen Masken bereitstelle.

Die Kritik der Gewerkschaften entzündet sich an einer Entscheidung des Ministeriums, rund 1,4 Millionen Masken der Schutzstufe FFP2 von der Polizei an das Gesundheitspersonal weiterzugeben. Die Polizei verfügt daneben zwar noch über einfache Masken. Die Gewerkschaften kritisieren aber, dass diese nicht ausreichen und keinen ausreichenden Schutz beim Kontakt mit Erkrankten bieten.

Innenstaatssekretär Laurent Nuñez sagte, Ärzte und Krankenpfleger benötigten die FFP2-Masken bei der Behandlung schwer Erkrankter, insbesondere auf den Intensivstationen. Die Regierung wolle aber sicherstellen, dass die Beamten ebenfalls geeignete Masken erhielten. Auch über "innovative Schutzlösungen" werde nachgedacht, sagte Nuñez.

Frankreich ist in der EU eines der Länder, das am stärksten vom Coronavirus betroffen ist. Dort starben nach offiziellen Angaben bisher 1331 Menschen.