Frankreichs Bischöfe wollen Entschädigungen durch Immobilien-Verkauf finanzieren

·Lesedauer: 1 Min.
Der Erzbischof von Reims, Eric de Moulins-Beaufort (AFP/Valentine CHAPUIS)

Die katholische Kirche in Frankreich will sich von einigen ihrer Immobilien trennen, um Entschädigungen für Missbrauchsopfer zu finanzieren. "Wir werden dafür nicht die Zuwendungen der Gläubigen nutzen", sagte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Eric de Moulins-Beaufort, am Montag in Lourdes zum Abschluss der Vollversammlung der Bischofskonferenz. Die Bischöfe hatten sich in erster Linie mit den Folgen von sexuellem Missbrauch in der Kirche befasst.

Eine nationale Instanz unter dem Vorsitz einer Richterin solle sich mit den Anträgen der Opfer befassen, kündigte de Moulins-Beaufort an. Die Höhe der Entschädigungen sei noch nicht entschieden. Es handele sich um individuelle Entschädigungen. "Jedes Opfer wird berücksichtigt", betonte der Bischof. "Wir greifen auf die Reserven der Kirche zurück." Auch die Aufnahme eines Kredits sei möglich.

kol/jes

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.