Frankreichs Premierministerin stellt Pläne für Rentenreform vor

Frankreich nimmt einen neuen Anlauf für eine Rentenreform, eines der wichtigsten Wahlkampfversprechen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Premierministerin Elisabeth Borne will am Dienstagnachmittag (17.30 Uhr) die Reformpläne vorstellen. Es wird erwartet, dass sie eine Anhebung des Alters für die Vollrente von 62 auf 64 Jahren vorschlägt. Die Regierung will auf diese Weise langfristig das Rentensystem finanzieren.

Die Opposition kritisiert die Reform als überflüssig und unsozial. Die Rechtspopulisten verweisen darauf, dass die Rentenkasse derzeit sogar einen Überschuss aufweise. Die Linken geben zu Bedenken, dass Menschen in besonders anstrengenden Berufen auf die derzeit geltenden Sonderregelungen angewiesen sind. Eine Anhebung des Rentenalters käme für viele einer Kürzung der Rente gleich, da der Anteil der arbeitenden Senioren in Frankreich relativ gering ist.

kol/mid