Französisch-Guyana: Wegen andauernder Sozial-Proteste schickt Paris Minister nach

Wegen der andauernden Proteste im französischen Überseedépartement Französisch-Guyana sind Frankreichs Innenminister Matthias Fekl und Übersee-Ministerin Ericka Bareigts zu Gesprächen in die Département-Hauptstadt Cayenne gereist.

Eine Gruppe maskierter Männer, die sich “Die 500 Brüder” (Les 500 frères) nennt, hat sich an die Spitze der Protestbewegung gesetzt. Das Ziel der Bruderschaft ist es die Kriminalität zu bekämpfen. Nirgendwo in Frankreich ist die Mordrate so hoch wie in dem Übersee-Departement.

Olivier Goudet der Anführer der Bruderschaft: “Unser Botschaft an die Minister ist: habt keine Angst, ihr könnt mit uns reden.”

Les ministres attendus de pied ferme https://t.co/eTGixlIMFD #CriseSociale #Guyane pic.twitter.com/w7uhAzezw4— France Guyane (@franceguyane) March 30, 2017

Schon seit vergangener Woche protestieren in Französisch-Guyana tausende Menschen gegen wirtschaftliche Probleme und Kriminalität sowie für eine bessere Gesundheitsversorgung. 2016 lag die Arbeitslosenquote im Schnitt bei 23 Prozent, mehr als doppelt so hoch wie in Frankreich insgesamt. In dem französischen Departement leben gut 250 000 Menschen. Sie fühlen sich als “Franzosen zweiter Klasse”.

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