Französische Justiz ermittelt wegen Ausspähung von Journalisten

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Französische Justiz ermittelt wegen Ausspähens von Journalisten

Die französische Justiz hat Ermittlungen wegen der Ausspähung von Journalisten mit Hilfe der israelischen Software Pegasus eröffnet. Die Pariser Staatsanwaltschaft erklärte am Dienstag, sie gehe unter anderem dem Vorwurf der Bandenbildung und der Verletzung der Privatsphäre nach. In Frankreich waren nach internationalen Medienberichten unter anderem Journalisten der Enthüllungsplattform "Mediapart" und der Satire- und Investigativzeitung "Canard enchaîné" abgehört worden.

Eine internationale Recherchegruppe aus zehn Ländern hatte am Sonntag berichtet, dass weltweit hunderte Journalisten, Aktivisten und Oppositionelle abgehört worden seien. Geheimdienste und Polizeibehörden verschiedener Länder sollen demnach die israelische Spähsoftware Pegasus missbraucht haben, um die Mobiltelefone der Betroffenen anzuzapfen. Die französische Regierung reagierte "extrem schockiert" auf die Enthüllungen.

In Frankreich sollen den Berichten zufolge unter anderem "Mediapart"-Gründer Ewdy Plenel und die Journalistin Lénaïg Bredoux vom marokkanischen Geheimdienst ausgespäht worden sein. Betroffen war demnach auch die frühere "Canard-enchaîné"-Mitarbeiterin Dominique Simonnot, die heute Generalinspekteurin der französischen Haftanstalten ist.

lob/lan

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