Französische Opel-Mutter PSA verzeichnet Rekordgewinn

PSA-Chef Carlos Tavares im Februar 2020

Die französische Opel-Mutter PSA hat einen Rekordgewinn verzeichnet. Der Nettoerlös stieg im vergangenen Jahr um gut 13 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro, wie der Konzern am Mittwoch bei Paris mitteilte. Auch der Umsatz der Gruppe um die Kernmarken Peugeot, Citroën und Opel stieg auf einen Höchststand. Er lag bei 74,7 Milliarden Euro, ein Plus von einem Prozent.

Auch die positive Entwicklung bei Opel setzte sich den Angaben zufolge fort: Die operative Gewinnmarge stieg auf 1,1 Milliarden Euro und entsprach damit 6,5 Prozent der Verkäufe. Damit wurde das ursprünglich bis 2026 vereinbarte Ziel von sechs Prozent bereits übertroffen. Im vergangenen Jahr hatte Opel erstmals seit 20 Jahren wieder schwarze Zahlen geschrieben, der Gewinn lag bei 859 Millionen Euro. PSA hat Opel ein hartes Sparprogramm verordnet, das auch einen Stellenabbau vorsieht.

PSA behauptete sich damit in einem schwierigen Marktumfeld. Konzernchef Carlos Tavares äußerte sich zuversichtlich, dass die Wettbewerbsbehörden die geplante Großfusion mit dem US-italienischen Autobauer Fiat Chrysler genehmigen. Beide Unternehmen seien "in einer hervorragenden finanziellen Form", sagte Tavares. Nach seinen Angaben könnte das Genehmigungsverfahren bis zu 15 Monate in Anspruch nehmen.

PSA und Fiat Chrysler hatten ihre Fusionspläne im Dezember besiegelt. Nach verkauften Fahrzeugen soll damit der weltweit viertgrößte Autobauer entstehen, hinter Volkswagen, der Renault-Nissan-Allianz und Toyota.