Französische Waffenexporte im Jahr 2020 um knapp 41 Prozent zurückgegangen

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Rafale-Kampfflugzeuge auf Flugzeugträger

In Frankreich sind die Rüstungsexporte im vergangenen Jahr um knapp 41 Prozent zurückgegangen. Der Auftragseingang habe im gesamten Jahr 2020 bei 4,9 Milliarden Euro gelegen, heißt es im am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht des Verteidigungsministeriums. Im Vorjahr hatte Frankreich Rüstungsgüter im Wert von 8,3 Milliarden Euro ausgeführt. Die wichtigsten Empfängerstaaten waren im vergangenen Jahr Saudi-Arabien, die USA und Marokko.

Der Rückgang lasse sich in Teilen mit den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, der Aussetzung von Handelsgesprächen sowie dem Fehlen von Großaufträgen im Wert von über 500 Millionen Euro im Jahr 2020 erklären, heißt es in dem Bericht. Einen "grundlegenden Trend" spiegele der Rückgang jedoch nicht wider. Erst vor kurzem hatte Frankreich Kaufverträge mit Ägypten, Griechenland und Kroatien über Kampfflugzeuge vom Typ Rafale geschlossen.

Ein Anteil von 25 Prozent der ausgeführten französischen Rüstungsgüter im Jahr 2020 ging an europäische Staaten. 24 Prozent der Aufträge stammten aus dem Nahen Osten und der Golfregion, 22 Prozent aus dem Asien-Pazifik-Raum und 16 Prozent aus Afrika. Laut dem Bericht verweigerte Frankreich 2020 in 47 Fällen die Vergabe einer Exportlizenz.

isd/fwe

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