Französischer Fischer wegen Menschenschmuggels festgenommen

Im Norden Frankreichs ist ein Fischer wegen des Verdachts des Menschenschmuggels festgenommen worden. Der junge Mann sei am Montag zusammen mit fünf Komplizen in der Nähe von Dunkerque am Ärmelkanal gefasst worden, teilte die Justiz in am Mittwoch mit. Der Fischer soll seit "mehreren Monaten" mit einem Schlauchboot Flüchtlinge über den Ärmelkanal nach gebracht haben. Die Überfahrt, bei der er jeweils rund ein Dutzend Flüchtlinge transportierte, ließ er sich demnach mit 10.000 bis 12.000 Euro bezahlen.

Den Angaben zufolge wurde er zusammen mit zwei Vietnamesen und drei Albanern festgenommen. Zudem sei eine große Summe Geld sichergestellt worden. Aus Justizkreisen verlautete, es sei der erste derartige Fall. Innenminister wollte sich im Radiosender Europe 1 nicht zu den Festnahmen äußern. Er verwies aber darauf, dass seit Beginn des Jahres 200 Schleuserbanden mit 3000 Verdächtigen zerschlagen worden seien. Allein in der Region von am Ärmelkanal seien es 30 Ringe gewesen.

Tausende Flüchtlinge aus Afrika, Asien und dem Nahen Osten versuchen, in auf die Fähren über den Ärmelkanal oder durch den Eurotunnel nach zu gelangen, wo sie sich bessere Lebenschancen erhoffen. In leben seit Jahren tausende Flüchtlinge unter äußerst schwierigen Bedingungen in einem improvisierten Lager. Die Behörden bemühen sich derzeit, die Situation in dem "Neuer Dschungel" genannten Camp zu verbessern und besonders schutzbedürftige Bewohner in feste Unterkünfte zu bringen.

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