Frau lässt Hündin hungern und bekommt für Tierquälerei eine geringe Strafe

In diesem Zustand entdeckten ihre Retter Husky-Lady Sky. (Bild: Facebook/Dublin Society for Prevention of Cruelty to Animals)

Abgemagert wurde die junge Husky-Dame Sky auf einem völlig verdreckten Balkon gefunden. Die Halterin kam wegen Tierquälerei vor Gericht. Der Richter zeigte sich entsetzt. Das Urteil wirft aber Fragen auf.

Die Rettung kam für Sky in letzter Minute. Die junge Hündin war nur noch ein Häufchen Elend, ehe Liam Kinsella sie befreite. Die Polizei in der irischen Hauptstadt Dublin hatte den Mann von der Tierschutzorganisation DSPCA alarmiert. Ihm bot sich auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses ein schlimmes Bild. Der Hund war bis auf die Hälfte des Normalgewichts abgemagert. Die Näpfe für Futter und Wasser waren leer. Das Tier vegetierte auf dem mit Exkrementen übersäten Balkon dahin. “Schutz” bot lediglich ein gegen die Wand gelehntes Brett.

Dieser Fall von Tierquälerei ereignete sich bereits im September 2017, kam aber erst jetzt vor Gericht, wie die Tageszeitung “Irish Independent” auf ihrer Internetseite berichtet. Richter Anthony Halpin habe zu Skys Ex-Besitzerin gesagt: “Schämen Sie sich.” Er sprach demnach von einer “schändlichen” Tat, die jedem Tierliebhaber die Tränen in die Augen treiben würde. “Es ist mir ein Rätsel, wie jemand einem unschuldigen Tier das antun kann”, zitierte die Zeitung “Irish Times” den Richter. Die Tierschützer von DSPCA teilten auf Facebook die Fotos, die sie auch dem Gericht vorgelegt hatten.

Deutliche Worte, mildes Urteil

Skys ehemalige Halterin bekannte sich dreier Verstöße gegen das Tierschutzgesetz schuldig. Der Richter verbot der zweifachen Mutter, sich jemals wieder ein Haustier anzuschaffen. In finanzieller Hinsicht aber kam die Frau fast ungeschoren davon. Sie musste 100 Euro Strafe zahlen. Weitere 100 Euro wurden an Verfahrenskosten fällig. Laut der Internetseite “Dublin Live” kann nach irischem Recht jeder Verstoß gegen das Tierschutzgesetz mit einer Strafe von bis zu 5.000 Euro geahndet werden. Möglich sei auch eine Gefängnisstrafe von bis zu sechs Monaten.

Der Richter begründete das milde Urteil mit den privaten Umständen der zweifachen Mutter. Auf was genau er sich dabei bezog, wurde in den Medien nicht mitgeteilt. Skys Retter zeigten sich dennoch zufrieden mit dem lebenslangen Tierhaltungsverbot für die Frau. Für die Hündin hat mittlerweile ein neues Leben begonnen. Sie fand nur zwölf Tage nach ihrer Rettung ein neues Zuhause. Sky legte binnen eines Monats sieben Kilo an Gewicht zu und brachte damit endlich wieder über 18 Kilo auf die Wage.

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