Frau lässt Instagram-Fotos von Fremden retuschieren und ist schockiert

Hannah Sommer
Freie Autorin für Yahoo Style
Lyndi Cohen ließ unter anderem dieses Bild von sich retuschieren. (Bilder: Instagram/Lyndi Cohen)

Ihr eigenes Experiment hat eine Australierin ordentlich schockiert: Sie ließ Bilder von sich von Fremden retuschieren und konnte das sichtlich „dünne“ Ergebnis kaum fassen.

Lyndi Cohen bezeichnet sich selbst als „gesunde 10“, das entspricht einer deutschen Konfektionsgröße 38. Doch ein Test, den sie in den sozialen Netzwerken durchführte, schockierte die Diätspezialistin sehr.

Die gebürtige Australierin postete für den Test Fotos von sich im Bikini und Badeanzug. Sie forderte völlig Fremde auf, diese Bilder „hübscher“ zu machen, also zu bearbeiten. Der Bitte kamen sie nach und griffen zu den digitalen Scheren und Radiergummis. Das Ergebnis konnte Lyndi Cohen kaum glauben.


„Wie ihr vielleicht in meinen vorherigen Posts sehen konntet, habe ich ein soziales Experiment gemacht. Ich habe eine Handvoll Fremde gebeten, Fotos von mir mit Photoshop zu bearbeiten. Und ohne, dass ich gefragt habe, haben sie mich alle dünner gemacht. Sie haben mein Muttermal an meiner Schulter entfernt. Sie haben sogar meinen Knochenbau schmaler gemacht. Sie haben ein Bild davon kreiert, was sie für schön und gesund halten – und das Ergebnis besorgt mich. Wenn alles, was wir sehen, bearbeitete Bilder von ohnehin schon dünnen Menschen sind, ist es schwierig, an Schönheit oder Gesundheit als etwas anderes zu denken. Ich sage euch, Freunde: Da ist nichts falsch an meinem Knochenbau oder meinem Muttermal oder meinem Bauch oder meiner natürlichen Körperform. Das Problem ist, dass jedes Foto, das wir sehen, bearbeitet ist und wir uns fragen, ob das Mädchen in diesem Bild mit den Speckröllchen wirklich gesund ist. Meine Speckröllchen sind nicht das Problem. Die kulturellen Vorstellungen von Dünnsein und Photoshop sind es. Es ist nicht länger radikal für Magazine, ein unbearbeitetes Cover oder Shooting auf beziehungsweise in ihren Heften zu zeigen. Ich würde gern in einer Welt leben, in der Medien mehr tun, und in der Photoshop die Ausnahme ist, nicht die Regel. Kommentiere unten, wenn dir eine Welt ohne stetige Bildbearbeitung helfen würde, dich besser, gesünder und zufriedener in deinem ohnehin schon schönen Körper zu fühlen.“

Die 28-Jährige hat auf den retuschierten Fotos nicht nur kein Muttermal mehr, sondern sieht auch wesentlich dünner aus. Lyndi Cohen schätzt, dass die Cutter sie um zehn bis 20 Kilo erleichtert haben. „Ich habe keine Übergröße. Ich habe keine Modelmaße. Ich bin genau in der Mitte. Und ich bin wunderbar gesund“, fasst Lyndi Cohen in einem weiteren Instagram-Post selbstbewusst zusammen.