Frau in Nicaragua bei grausigem Exorzismus-Ritual ermordet

Der angeklagte Pastor verbirgt seine Gesicht

Bei einem grausigen Exorzismus-Ritual ist eine Frau in Nicaragua bei lebendigem Leibe verbrannt worden. Zeugen schilderten am Mittwoch vor Gericht in der Hauptstadt Managua, wie die 25-jährige Mutter auf Anweisung eins Dorfpfarrers gefoltert und getötet wurde. Der Geistliche sowie vier Komplizen sind wegen Entführung und Mordes angeklagt.

Die Tat ereignete sich Mitte Februar in El Cortezal, einem kleinen entlegenen Dorf im Nordosten des Landes. Der Pastor habe den Dorfbewohnern gesagt, die Frau sei "der Teufel selbst" und müsse verbrannt werden, sagte der Cousin des Opfers, Roberto Trujillo, vor Gericht. Zwischen dem 15. und dem 21. Februar wurde Vilma Trujillo gefesselt und erhielt weder Nahrung noch Wasser. Schließlich wurde sie auf einem Scheiterhaufen angezündet.

Eine Woche später erlag die Bäuerin in einem Krankenhaus von Managua ihren schweren Verbrennungen. Die Frau sei einer Temperatur von 400 Grad ausgesetzt gewesen, sagte der Gerichtsmediziner Ricardo Larios.

Die kleine Schwester des Opfers erklärte vor Gericht, es sei ihr verboten worden, zu Vilma zu gehen. Auch ihr Vater sagte aus, der Pastor habe ihm untersagt, seine Tochter während des Exorzismus-Rituals zu sehen. Anschließend habe der Geistliche behauptet, sie habe sich selbst verbrannt.

Der Richter Alfredo Silva setzte eine weitere Anhörung für kommenden Dienstag an, um weitere Zeugen zu befragen.

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