Frau wird von Giftschlange gebissen - und wartet stundenlang auf Rettung

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In der australischen Wildnis überlebte eine Frau den Biss einer tödlichen Schlange – obwohl sie mehrere Stunden bis zur ihrer Rettung ausharren musste.

Western brown snake or Gwardar, Pseudonaja nuchalis, banded form of this very variable species complex, Very dangerous, Bindoon, Western Australia (Photo by: Auscape/Universal Images Group via Getty Images)
Die Westliche Braunschlange gehört zu den giftigsten Schlangenarten Australiens. (Bild: Auscape/Universal Images Group via Getty Images)

Unglaubliches Glück im Unglück hatte eine Frau in Australien, die bei einer Wanderung im Karijini Nationalpark von einer hochgiftigen Schlange gebissen wurde. Sie überlebte die Bissattacke – obwohl sie mehrere Stunden auf ihre Rettung aus der Wildnis warten musste.

Biss einer Westlichen Braunschlange

Megan Brouwer hatte mit ihrem Ehemann und ihrem fünfjährigen Sohn am 24. April die Wanderung in der Knox-Schlucht gerade erst begonnen, berichtet der Fernsehsender "ABC News", als sie von einer Westlichen Braunschlange angegriffen wurde. Das ist nicht irgendeine Schlange, die Art gehört zu den giftigsten in Australien.

Kurz vor dem Biss schrie Brouwers Ehemann noch "Schlange", um seine Familie auf die Gefahr aufmerksam zu machen, doch es war schon zu spät. "Also sprang ich kurz verzweifelt herum und sah [die Schlange] dann im Augenwinkel, wie sie davonschlich", beschreibt die 36-Jährige dem US-Sender den Vorfall.

Zum Glück war zu der Zeit eine Ärztin außer Dienst in der Nähe, erinnert sich Brouwer weiter. Sie untersuchte die Bisswunde, leistete erste Hilfe und legte der Frau einen Druckverband an.

Viele Helfer, mehrere Glücksfälle

Die Ärztin hatte auch ein Satellitentelefon bei sich, das Gerät konnte allerdings keine Verbindung herstellen. Zu tief in der Wildnis Australiens hatten sie sich befunden, zu weit entfernt lag die nächste Stadt. "Also lief [die Ärztin] an die Spitze der Schlucht", um einen Notruf abzusetzen, "wofür sie etwa eine Stunde brauchte", so Brouwer.

Weitere sieben Stunden dauerte es, bis die Frau endlich in ärztlicher Obhut war. So lange nämlich brauchten die Ranger von Karijini, die örtliche Polizei, der Rettungsdienst sowie freiwillige Helfer*innen, um die Verletzte ins nächstgelegene Krankenhaus in der Kleinstadt Tom Price zu bringen.

Dass Megan Brouwer den Biss überlebt hat, lag aber auch an der Schlange. Sie gab der Frau einen "trockenen Biss". So nennt man Bisse, bei denen Schlangen – oder Spinnen – ihren Opfern kein Gift injizieren. Wie man den Vorfall in der Knox-Schlucht auch dreht und wendet, die Frau hatte einfach unglaubliches Glück im Unglück.

Im Video: Überraschung bei Autofahrt - Schlange taucht auf Windschutzscheibe auf

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