Frauenfußball: Wolfsburg erstmals deutscher Meister

4:0 gegen Bad Neuenahr / Triple ist möglich

Im dritten Anlauf haben die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg den ersten Titelgewinn der Klubgeschichte perfekt gemacht und den Weg zum Triple eingeschlagen. Die Wolfsburger Party startete nach dem 4:0 (1:0) am letzten Bundesliga-Spieltag gegen den SC Bad Neuenahr, Erfolge im DFB-Pokalfinale am Sonntag gegen Turbine Potsdam und im Finale der Champions League gegen Titelverteidiger Olympique Lyon (23. Mai) würden den Wolfsburgerinnen die dreifache Glückseligkeit bescheren.

"Ich habe großen Respekt vor der Saisonleistung des VfL Wolfsburg, denn als Favorit ist die Mannschaft ja nun wirklich nicht in die Saison gegangen", sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Wolfgang Niersbach: "Dass die Wolfsburgerinnen die etablierte Rangfolge mit den Teams des 1. FFC Frankfurt und Turbine Potsdam durcheinandergewirbelt haben, tut der Bundesliga gut und ist für die Ausgeglichenheit der Liga wichtig."

Auch Bundestrainerin Silvia Neid würdigte den VfL, der die Liga seit dem vierten Spieltag ununterbrochen angeführt hat. "Wolfsburg war über eine lange Saison hinweg die konstanteste Mannschaft. Dort wurde ein tolle Arbeit und in der Trainingsplanung offensichtlich viel richtig gemacht", kommentierte Neid die Leistung der Mannschaft und des Erfolgstrainers Ralf Kellermann.

Nun drückt Neid den Wolfsburgerinnen für das Finale in der Königsklasse die Daumen. "Wir würden uns wirklich alle sehr freuen, wenn wieder ein europäischer Vereinstitel von einem deutschen Team geholt wird", sagte die Bundestrainerin: "Wenn Lyon einen guten Tag hat, ist Wolfsburg auf Augenhöhe. Wenn Lyon einen sehr guten Tag hat, wird es schwer. Die Französinnen sind gespickt mit Weltklasse-Spielerinnen. Dennoch hat Wolfsburg auf jeden Fall eine Chance."

Die Vize-Meisterschaft und die damit verbundene Qualifikation für die Champions League sicherte sich überraschend der Serienmeister der vergangenen vier Jahre aus Potsdam. Die Mannschaft von Trainer Bernd Schröder setzte sich 2:0 (1:0) beim bereits feststehenden Absteiger FSV Gütersloh durch. Der siebenmalige Meister 1. FFC Frankfurt verspielte durch ein 1:2 (0:2) gegen Bayern München die fast schon sicher geglaubte Königsklassen-Teilnahme.

Neben Gütersloh stand auch der zweite Absteiger bereits fest. Das Abenteuer Bundesliga endete für den VfL Sindelfingen nach nur einer Saison. "Wir sind gezwungen, einen Umbruch vorzunehmen. Neben einigen erfahrenen Fußballerinnen wollen wir unseren Nachwuchs an die erste Mannschaft heranführen und eine gute Rolle in der 2. Liga spielen", äußerte Abteilungsleiterin Martina Schmid.

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