Frazier haut Sylvester Stallone bei Filmvorbereitungen zu "Rocky" um

Hamburg (dapd-nrd). Auch Filmboxen kann wehtun: Hollywoodstar und Rocky-Erfinder Sylvester Stallone ist auch in der Realität schon mal von einem Schwergewichtsboxer umgehauen worden. "Auf Rocky III wollte ich mich mit einem richtigen Kämpfer vorbereiten, ich wollte Joe Frazier", sagte Stallone am Freitag in Hamburg auf einer Pressekonferenz zu dem von ihm mitproduzierten Rocky-Musical. Das Boxmärchen feiert am Sonntag (18. November) in der Hansestadt als Musical Weltpremiere.

"Bumm! Nach sechs Sekunden im Ring hatte ich eine Wunde, die mit vier Stichen genäht werden musste", erinnerte sich der heute 66-Jährige an die 80er Jahre. Der Schauspieler fragte Frazier, warum er das getan habe. Die Antwort des Ex-Schwergewichtsweltmeisters: "Ich habe im Ring nur Rocky gesehen."

Die Geschichte des Underdogs Rocky, der sich von ganz unten an die Weltspitze boxt, verhalf Stallone 1976 zum Durchbruch. Der US-Amerikaner hatte das Drehbuch geschrieben und bestand darauf, Rocky selbst zu spielen. Der Film wurde überraschend zum Welterfolg, erhielt drei Oscars und wurde fünfmal fortgesetzt.

Stallone steckt kein Geld ins Musical

Das Musical orientiert sich am ersten Teil der Serie: Rocky trifft seine große Liebe Adrian und kämpf gegen Schwergewichtsweltmeister Apollo Creed. Gespielt wird der Musical-Rocky von Stallones Landsmann Drew Sarich. Dem traut die Hollywoodlegende die Rolle zu: "Drew ist besser als ich es mir vorgestellt habe. Er ist zu groß, er sieht zu gut aus, er singt zu gut und er ist ein besserer Schauspieler als ich. Aber abgesehen davon, mag ich ihn wirklich gern", sagte Stallone.

Produziert wird das Musical "Rocky - Fight From the Heart" hauptsächlich von Stage Entertainment. Stallone selbst habe kein Geld in die Produktion gesteckt, sagte er. "Alles was ich gebe, ist die Story." Nach Angaben eines Stage-Sprechers lagen die Kosten im zweistelligen Millionenbereich. Rocky verdrängt "Sister Act" aus dem Hamburger Operettenhaus, das nun in Stuttgart aufgeführt wird.

Mit im Rocky-Produzententeam sitzen neben Stage und Stallone auch die Boxweltmeister Vitali und Wladimir Klitschko. Er sei davon überzeugt, sagte Stallone am Freitag, dass das Musical ein Welterfolg wird: "Ich denke, es kann gar nicht scheitern."

dapd