Freispruch für "Knallteufel" Alesi: "Es war idiotisch"

Mehr als ein Jahr nach einem missglückten Scherz mit einem Silvester-Böller ist der frühere Formel-1-Pilot Jean Alesi am Donnerstag vom Amtsgericht im französischen Nimes freigesprochen worden. Der 58-Jährige und sein Sohn Guiliano (23) hatten sich wegen eines Feuerwerksstreichs verantworten müssen.

Die Anklage lautete "Schädigung fremden Eigentums durch menschengefährdende Mittel, begangen im Zusammenhang mit einem Familienkonflikt". Denn Alesi hatte am 19. Dezember 2021 einen Knallkörper am Bürofenster seines Schwagers in seinem Wohnort Villeneuve-les-Avignon zur Explosion gebracht und Sachschaden verursacht. Alesi wurde wegen des Vorfalls in Gewahrsam genommen.

Es habe sich einen "schlechten Scherz" erlaubt, sagte der Übeltäter schon damals. Sein Schwager, der sagte, er habe "kein Problem" mit Alesi, erstattete Anzeige wegen des Schadens am Fensterrahmen. "Ich entschuldige mich, weil ich noch nie in meinem Leben in einer so peinlichen Situation war", sagte Alesi am Donnerstag: "Es war idiotisch."

Die Staatsanwaltschaft berücksichtigte, dass Alesi seinem Schwager Schadensersatz gezahlt hat. In seiner Entscheidung stellte das Gericht fest, dass hinter dem Vorfall kein "Vorsatz" gesteckt habe.

Der Franzose fuhr zwischen 1989 und 2001 in der Formel 1. Insgesamt startete er bei 201 Rennen, unter anderem für Ferrari.