Freitag, 14.09.2018: Was Sie heute wissen müssen

Bundesinnenminister Horst Seehofer wird im Umgang mit der AfD so konkret wie noch nie. In Frankfurt fand eine Großaktion der Polizei im Bahnhofsviertel statt. Und in den USA treffen die ersten Ausläufer von Wirbelsturm „Florence“ auf Land. Das sind die Nachrichten des Tages.

Seehofer attackiert AfD: „Die stellen sich gegen diesen Staat.“

Findet die AfD gefährlich und antidemokratisch: Horst Seehofer. (Bild: Getty Images)

Mit ungewohnt deutlichen Worten verurteilte Bundesinnenminister Horst Seehofer die „Alternative für Deutschland“. In einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin sagte der CSU-Politiker: „Die stellen sich gegen diesen Staat“. Seehofer schob hinterher: „Da können sie tausend Mal sagen, sie sind Demokraten.“ Insbesondere der Vorstoß der AfD diese Woche im Bundestag, den Haushalt des Bundespräsidenten zu diskutieren, ist für Seehofer problematisch. Dies sei „staatszersetzend“ und ein schäbiger „Frontalangriff“. Solches Verhalten sei für den Staat „hochgefährlich“, so Seehofer. „Ich kann mich nicht im Bundestag hinstellen und wie auf dem Jahrmarkt den Bundespräsidenten abkanzeln.“

Grund für die Aktion der AfD war das Konzert gegen Rassismus in Chemnitz. Dieses war von Bundespräsident Steinmeier beworben worden. Bei der Veranstaltung sollen auf der Bühne „gewaltverherrlichende“ Texte gesungen worden seien.

Frankfurt: Großrazzia gegen organisierte Kriminalität im Bahnhofsviertel

Ein Schlag gegen das organisierte Verbrechen: In Frankfurt durchkämmte die Polizei das Bahnhofsviertel. (Bild: Getty Images)

Mit einem Großaufgebot ging die Polizei in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gegen das organisierte Verbrechen im Frankfurter Bahnhofsviertel vor. Laut Polizeipräsident Gerhard Bereswill waren 470 Beamte im Einsatz, mehrere Straßenzüge waren abgesperrt worden. Einem Tweet der Polizei zufolge waren auch Steuerfahnder und Lebensmittelkontrolleure im Einsatz. Bei der Aktion wurden vor allem Kneipen, Lokale und Bordelle kontrolliert. Bereits vor der Razzia hatte es wegen Drogendelikten sieben Festnahmen gegeben. Durch das rigorose Vorgehen wolle man Drogenhändlern und Kriminellen zeigen, „dass es so nicht geht“, so Bereswill.

Menschen fliehen: Hurrikan „Florence“ trifft auf US-Küste

Wirbelsturm „Florence“ verrichtet sein zerstörerisches Werk. (Bild: Getty Images)

Für die Ostküste der USA wird es ernst: In der Nacht zu Freitag erreichte der Hurrikan „Florence“ erste US-Gebiete, darunter den Nationalpark Outer Banks, der auf einer vorgelagerten Insel liegt und zum Bundesstaat North Carolina gehört. Auch das Küstenstädtchen New Bern im selben Bundesstaat wurde von den ersten Ausläufern des Tropensturms getroffen. Einige Flüsse in der Region traten aufgrund der heftigen Niederschläge bereits über, Straßen stehen zum Teil unter Wasser und in unzähligen Haushalten fiel der Strom aus.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde hat sich die Wucht des Sturms allerdings ein wenig abgeschwächt. Noch vor wenigen Tagen hatte der Hurrikan eine Geschwindigkeit von über 200 Kilometer pro Stunde.