Frequenzen für Mobilfunkstandard 5G werden Anfang 2019 versteigert

Die Frequenzen für den nächsten Mobilfunkstandard 5G werden im Frühjahr 2019 versteigert. Das sagte der Vorsitzende des Beirats der Bundesnetzagentur, der CDU-Abgeordnete Joachim Pfeiffer, dem "Handelsblatt" vom Mittwoch. Die Behörde stellte demnach am Montag im Beirat ihren Zeitplan vor. Das Gremium ist je zur Hälfte mit Mitgliedern aus Bundestag und Bundesrat besetzt.

Die große Koalition will Deutschland bis 2025 flächendeckend mit schnellen Gigabit-Netzen versorgen. Dafür sollen hauptsächlich Erlöse aus der Vergabe von UMTS- und 5G-Lizenzen eingesetzt werden. Die 5G-Frequenzen sollen ab 2020 mobiles Internet mit deutlich schnellerer Datenübertagung als derzeit mit LTE ermöglichen.

Ursprünglich sollten die Frequenzen noch in diesem Jahr versteigert werden, berichtete das "Handelsblatt". Hintergrund für die Verzögerung sei ein politischer Streit zwischen dem Bundesverkehrsministerium und der Bundesnetzagentur über die Auflagen, die Netzbetreiber erfüllen müssen.

Die CSU fordere eine flächendeckende Versorgung und zugleich hohe Erlöse, mit denen der Breitbandausbau und die Digitalisierung von Schulen finanziert werden sollen. Die Netzagentur hingegen wolle nur wirtschaftlich realistische Auflagen erteilen und poche bei der Entscheidung auf ihre Unabhängigkeit.

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