Freunde treffen oder Sex - Viele Franzosen brechen Corona-Regeln

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Die Polizei kontrolliert ein Paar in Paris
Die Polizei kontrolliert ein Paar in Paris

Heimliche Treffen mit der Familie, mit Freunden oder Sexpartnern: Rund 60 Prozent der Franzosen haben mindestens einmal gegen die seit zwei Wochen geltende Corona-Ausgangssperre verstoßen, wie eine am Donnerstag in Paris veröffentlichte Umfrage des Instituts Ifop ergab. Rund 23 Prozent gaben an, sich mit Angehörigen getroffen zu haben, rund 20 Prozent empfingen zuhause Freunde oder besuchten sie. Fast jeder zehnte traf sich demnach mit einem Sexpartner.

Andere gaben an, für Spaziergänge oder Sport die erlaubte Grenze von einer Stunde täglich im Umkreis von einem Kilometer um die Wohnung überschritten zu haben. Der Leiter der Ifop-Studie, François Kraus, sagte, der zweite Lockdown werde in Frankreich deutlich weniger beachtet als der im Frühjahr. "Es gibt weniger Sorge um die Gesundheit, besonders bei jungen Menschen", stellte er fest. Vor allem bei Singles gebe es ein "Gefühl der Unverwundbarkeit".

Allerdings leiden auch mehr Franzosen unter den erneuten Ausgangsbeschränkungen: 28 Prozent der Befragten gaben an, "schlechte Laune" zu haben, 38 Prozent berichteten von Schlafstörungen. Das waren deutlich mehr als im Frühjahr. Unter dem Lockdown dürfen die Franzosen nur aus zwingenden Gründen ihre Wohnungen verlassen, etwa zum Arbeiten, Einkaufen oder für Arztbesuche.

lob/ans