Friedensnobelpreisträger Ahtisaari zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück

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Martti Ahtisaari (AFP/DIETER NAGL)

Der Friedensnobelpreisträger und frühere finnische Präsident Martti Ahtisaari zieht sich wegen einer Alzheimer-Erkrankung aus der Öffentlichkeit zurück. Das Präsidialamt in Helsinki verwies am Donnerstag auf das "fortgeschrittene Stadium" der Krankheit. Der 84-Jährige werde daher keine öffentlichen Verpflichtungen mehr wahrnehmen.

Ahtisaari erhält den Angaben zufolge "Unterstützung für das alltägliche Leben" und begibt sich gelegentlich in eine Pflegeeinrichtung. Die Familie Ahtisaaris habe darum gebeten, seine Privatsphäre zu respektieren.

Ahtisaari war von 1994 bis 2000 finnischer Präsident. Später machte er sich als UN-Diplomat und geschickter Vermittler in verschiedenen Konflikten einen Namen. Den Nobelpreis erhielt er 2008 für seine Vermittlungsbemühungen unter anderem in Indonesien, Namibia, Nordirland und auf dem Balkan.

Geboren wurde Ahtisaari 1937 in Wyborg im heutigen Russland. Seine Familie floh nach der Eroberung großer Teile Kareliens durch Russland im finnisch-russischen Winterkrieg zu Beginn des Zweiten Weltkriegs nach Finnland.

ao/pe

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