Friedrichsfelde: GroKo-Blues: Ein Besuch bei der SPD-Basis in Lichtenberg

Kevin Hönicke, Vorsitzender der SPD Friedrichsfelde, mit Parteibüchern

Berlin.  Frust. Maßlose Enttäuschung. Mitunter Fassungslosigkeit. An der Berliner SPD-Basis herrscht nicht nur große Unzufriedenheit mit dem seit Mittwoch vorliegenden Koalitionsvertrag, viele zeigen sich entsetzt über das Postengeschacher ihres Führungspersonals. Da interessierte kaum, dass die SPD trotz ihres schwachen Wahlergebnisses im September vorigen Jahres gleich sechs Ministerien erhalten soll.

Nur einige Stunden nachdem bekannt geworden war, dass Martin Schulz entgegen seines Versprechens ins Kabinett Merkel eintreten und den Parteivorsitz an Andrea Nahles abgeben will, versammeln sich mehr als 30 Frauen und Männer im AWO-Nachbarschaftstreff Zachertstraße. Eigentlich sollte Eva Högl kommen, Spitzenkandidatin der Berliner SPD im vergangenen Bundestagswahlkampf. Die Bundestagsabgeordnete wollte den von ihr mitausgehandelten Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD mit der Parteibasis im Ortsverein Friedrichsfelde-Rummelsburg diskutieren.

Nirgendwo sonst sind in den vergangenen Wochen prozentual so viele neue Mitglieder in die Berliner SPD eingetreten wie hier in dem Kiez, der zu Lichtenberg gehört. Ein Bezirk, der seit jeher fest in der Hand der Linkspartei ist, in dem zuletzt aber auch die AfD mehr Stimmen holte als die Sozialdemokraten. Doch Eva Högl, die inzwischen als Bundesministerin im Gespräch ist, sagte kurzfristig ab. Die GroKo-Gegner blieben somit am Tag der Einigung zwischen den potenziellen künftigen Koalitionspartnern weitgehend unter sich – mit ihrer massiven Enttäus...

Lesen Sie hier weiter!

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen