Friedrichshain: Polizei schießt geistig verwirrte Frau nieder

Ein Polizist wurde am Sonnabend in einer Wohnung mit einer Waffe bedroht und gab daraufhin einen Schuss ab.

Bei einem Polizeieinsatz in Friedrichshain ist am Sonnabendvormittag eine Frau durch einen gezielten Schuss aus der Waffe eines Beamten verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen hatte die geistig verwirrt wirkende Frau zuvor in ihrer Wohnung an der Stralauer Allee mehrere Polizisten mit einer Waffe bedroht, daraufhin fiel der Schuss. Wie eine Polizeisprecherin am Nachmittag mitteilte, wurde das Opfer in ein Krankenhaus eingeliefert, Lebensgefahr besteht der Sprecherin zufolge nicht.

Die Ermittlungen zur Schussabgabe durch den Beamten hat, wie in solchen Fällen üblich, eine Mordkommission übernommen. Die hat jetzt zu prüfen, ob eine Notwehrsituation vorlag, die den Schusswaffengebrauch rechtfertigt.

Die Polizei wurde zu einem Einsatz nach Friedrichhain gerufen. Thomas Peise Eine offenbar geistig verwirrte Person hielt sich in ihrer Wonhung auf. Thomas Peise Bei der Ankunft wurden die Beamten mit einer Waffe bedroht. Thomas Peise Sie gaben einen Schuss ab. Thomas Peise

Die Ermittlungen ergaben bislang, dass die Polizei zu der Wohnung der Frau alarmiert worden war, weil diese mit Suizid gedroht hatte. Als die Beamten die Wohnung betraten, wurden sie sofort von der Mieterin bedroht, daraufhin fiel der Schuss. Die Frau wurde in den Oberschenkel getroffen. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

In den vergangenen Monaten haben Berliner Polizisten mehrfach von der Schusswaffe Gebrauch gemacht, in zwei Fällen mit tödlichem Ausgang. Seit Februar wird daher in zwei Abschnitten der Einsatz eines so genannten Tasers erprobt, der Angreifer bewegungsunfähig macht, ohne dass eine Schusswaffe eingesetzt werden muss.

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