Fußball: Champions League: Zeit für eine neue Legende

Atlético Madrid erlitt gegen Real bittere Tage, im Halbfinale soll diesmal alles anders werden. Diego Simeone mit neuer Strategie.

Madrid.  Alles wie gehabt vor dem Evergreen dieser Champions-League-Jahre. Nicht zuletzt die Folklore. Atlético Madrid kultiviert vor dem Halbfinale bei Real Madrid (20.45 Uhr, ZDF und Sky) das Robin-Hood-Image. Die Spieler spendierten ihren sieben Kilometer durch die Stadt mitreisenden Fans einen Teil der sündhaft teuren Eintrittskarten und pflegen die Rhetorik der Aufständischen. "Real ist gegen jeden Favorit", sagt Sturmikone Fernando Torres. "Und wir haben vor niemandem Angst."

An sich lieben sie die Gastspiele im Estadio Santiago Bernabéu ja, seitdem sie unter Trainer Diego Simeone nicht nur als Klub, sondern nach zuvor 14 Jahren ohne Derbysieg auch als Lokalrivale wiederauferstanden sind. In der Liga hat Atlético seit 2012 nicht mehr im Bernabéu verloren, im Pokal sogar im Finale 2013 gegen Real einen besonders süßen Titel gewonnen.

Aber nun steht die Champions League an, die Real nicht umsonst als seinen Fetisch betrachtet. Dreimal in Folge hat es dem Nachbarn zuletzt das Herz gebrochen: 2014, Finale, Ausgleich in der 93. Minute, Sieg in der Verlängerung. 2015, Viertelfinale, Siegtor in der 89. Minute. 2016, Finale, Sieg im Elfmeterschießen, der tiefste Schmerz von allen.

Wie fühlt es sich an, schon wieder das Finale verloren zu haben?

"Sagt uns, wie es sich anfühlt, schon wieder das Finale verloren zu haben": So beginnt der Spottgesang, den heute bis zu 75.000 der 80.000 Zuschauer schmettern werden. Die Nacht von Mailand ist unvergessen. Für Real war es der elfte Champions-League-...

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