Fußball-EM, Gruppe F - EM-Märchen perfekt! Fußball-Zwerg Georgien folgt Portugal und Türkei ins Achtelfinale

Die Georgier feiern, Cristiano Ronaldo (r) meckert über den schwachen Auftritt seiner Portugiesen<span class="copyright">IMAGO/Vitalii Kliuiev</span>
Die Georgier feiern, Cristiano Ronaldo (r) meckert über den schwachen Auftritt seiner PortugiesenIMAGO/Vitalii Kliuiev

Der krasse Außenseiter Georgien hat gegen Portugals B-Elf bei der ersten EM-Teilnahme mit einem historischen Erfolg das Achtelfinale erreicht. Die Türkei erzwingt in der Nachspielzeit den Sieg gegen dezimierte Tschechen und beendet die Gruppe als Zweiter.

Fußball-EM , Gruppe F

 

Finale in EM-Gruppe F

Georgien - Portugal 2:0 (1:0)

1:0 Kvaratskhelia (2.), 2:0 Mikautadze (57./FE)

Tschechien - Türkei 1:2 (0:0)

0:1 Calhanoglu (52.), 1:1 Soucek (66.), 1:2 Tosun (90.+4)

Bes. Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Barak (20./Tschechien)

 

Georgien: Der EM-Neuling benötigt nach dem 1:1 gegen Tschechien gegen die bereits qualifizierten Portugiesen einen Sieg, um zumindest als Gruppendritter noch eine realistische Chance auf die Achtelfinal-Teilnahme zu haben. Bei den ersten beiden Auftritten zeigte die Mannschaft des ehemaligen Bayern-Profis Willy Sagnol jeweils eine gute Leistung.

Portugal: Der Europameister von 2016 kann dem letzten Vorrundenspiel gelassen entgegensehen. Mit zwei Siegen auf dem Konto ist der Gruppensieg bereits sicher. Starspieler Cristiano Ronaldo wartet noch auf seinen ersten Turniertreffer. Er wäre dann der erste Spieler, der bei sechs EM-Endrunden traf.

Tschechien: Um sicher ins Achtelfinale zu kommen, müssen die Tschechen gewinnen. Da würde der Ausfall von Stürmer-Star Patrik Schick schwer wiegen. Der Leverkusener plagt sich mit einer Wadenverletzung aus dem 1:1 gegen Georgien herum. Wer ihn ersetzt, ist offen. Gegen Georgien kam Mojmir Chytil für ihn ins Spiel, beim 1:2 zum Auftakt gegen Portugal spielte Jan Kuchta neben Schick.

Türkei: Die Ausgangssituation für die Türken ist günstig, um als Gruppenzweiter hinter Portugal in die K.-o.-Runde einzuziehen. Ein Remis gegen die Tschechen reicht schon. Doch das 0:3 gegen Portugal wirkt nach. Trainer Vincenzo Montella muss sich weiter rechtfertigen, warum er Jungstar Arda Güler gegen die Portugiesen nicht von Beginn spielen lassen hat. Güler hatte beim 3:1 gegen Georgien getroffen. Montella hatte die Nichtberücksichtigung damit begründet, dass Güler gegen Portugal nicht fit genug gewesen sei. Die letzten Trainingseinheiten vor dem Tschechen-Spiel machte der 19-Jährige von Real Madrid immerhin wieder voll mit.