Fußball: Messis Messe

Argentiniens Superstar Lionel Messi schießt Barcelona im Clásico in Madrid mit seinem 500. Tor für die Katalanen zum Sieg.

Madrid.  Die Zuschauer hatten gepfiffen und ihn zum Teufel gewünscht. Wie oft hat er sie schon gequält. Elf Jahre, 23 Tore. Hat das denn nie ein Ende? Aber als sie die Treppen des imposanten Estadio Santiago Bernabéu hinabstiegen, da konnten auch die meisten Fans von Real Madrid nicht anders als über ihn zu tuscheln. Da setzte sich die Erkenntnis durch, nicht nur spektakulären Fußball gesehen, sondern auch Geschichte erlebt zu haben. Den vielleicht größten Spieler in seinem vielleicht größten Spiel.

Tor mit blutiger Lippe

Lionel Messi allein hatte eine tote Mannschaft zum Leben erweckt. Drei mögliche Platzverweise provoziert, von denen einer ausgesprochen wurde. Sein erstes Tor zum 1:1 mit einem Taschentuch im Mund erzielt, das nach einer Begegnung mit Marcelos Ellbogen seine blutende Lippe stillte. Und in den letzten Sekunden der Nachspielzeit mit seinem Siegtor zum 3:2 für die Pointe gesorgt, des Spiels, vielleicht der ganzen Saison im jetzt wieder offenen Titelrennen.

Es war sein 500. Treffer für den FC Barcelona. Was für ein Ort, was für ein Moment, und weil er wusste, was er getan hatte, ließ er eine Geste folgen, die fortan zur Ikonographie des Fußballs gehören wird. Er zog sein Trikot aus und streckte es dem Bernabéu hin. Damit sie ihn nicht vergessen: 10, Messi.

Die Nummer war kein Stück zu dick aufgetragen für diese Partie. Wer gern die alte Weisheit bemüht, dass Spitzenspiele von Vorsicht geprägt sind, hat noch nie einen Clásico gesehen und speziell nicht diesen. Ab der ersten S...

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