Fußballjugendtrainer gesteht in Schweinfurter Prozess sexuellen Kindesmissbrauch

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Justitia
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Vor dem Landgericht im bayerischen Schweinfurt hat am Freitag ein Missbrauchsprozess gegen einen Fußballjugendtrainer begonnen. Der Angeklagte legte zum Prozessauftakt ein vollständiges Geständnis ab, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Ihm wird vorgeworfen, neun Jungen im Alter zwischen 13 und 14 Jahren unter Vorwänden dazu gebracht zu haben, ihm pornografische Bildaufnahmen zuzusenden. In weiteren Fällen soll er sich auch sexuell an Kindern vergangen haben, wie aus der Anklageschrift hervorgeht.

Dem Angeklagten werden unter anderem neun Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern, eine Vergewaltigung sowie gefährliche Körperverletzung und die Herstellung kinderpornografischer Schriften zur Last gelegt. Laut Anklageschrift soll er den Kindern erzählt haben, ihre Handys seien von einem angeblichen russischen Kinderpornoring gehackt worden, woraufhin Nacktaufnahmen von ihnen im Internet gelandet seien.

Er täuschte demnach vor, diese Aufnahmen mithilfe eines "Filters" entfernen zu können, für dessen Betrieb er aber Bilder der Geschlechtsteile der Kinder benötige. Von Oktober 2017 bis kurz vor seiner Festnahme am 12. Februar 2020 brachte er die Kinder so dazu, ihm kinderpornografisches Material zuzusenden. In mehreren Fällen verging sich der Angeklagte auch körperlich an den Kindern und filmte seine Taten.

Bis Mitte Dezember sind in dem Verfahren weitere fünf Prozesstage geplant. Der Prozess findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

fho/cfm