"Fuck Joe Biden": Journalistin versteht Gesänge von Biden-Gegner*innen falsch

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Während eines Interviews mit dem Sieger eines Nascar-Rennens beginnt das Publikum plötzlich „Fuck Joe Biden“ zu singen. Die Journalistin, die das Interview führt, versteht darin etwas ganz anders.

Hat derzeit viel Gegenwind, aus der Politik und der Gesellschaft: US-Präsident Joe Biden. (Bild: Reuters)
Hat derzeit viel Gegenwind, aus der Politik und der Gesellschaft: US-Präsident Joe Biden. (Bild: Reuters)

Der US-Präsident Joe Biden ist politisch angeschlagen: Zuletzt konnte er nur knapp einen „Shutdown“, den Zahlungsausfall seiner Regierung, abwenden. Und dabei ging es nur um die laufenden Kosten des Staatshaushaltes.

Eigentlich will Biden noch viel mehr Geld ausgeben: Sein ehrgeiziger Plan und oberstes Wahlkampfversprechen, die USA infrastrukturell mit einer Billion Dollar zu sanieren (umgerechnet rund 860 Milliarden Euro), steckt aber unbeweglich im Kongress fest.

Die Kritikpunkte mehren sich

Das ist aber nicht der einzige Kritikpunkt, der dem Präsidenten aktuell vorgeworfen wird. In der Bevölkerung wächst außerdem der Unmut zu Bidens „übereiltem“ Abzug aus Afghanistan und der nicht enden wollenden Migrationskrise an der gemeinsamen Grenze zu Mexiko.

Ein Ausdruck der Stimmung: In den sozialen Netzwerken häufen sich Videos von öffentlichen Veranstaltungen, auf denen Menschen „Fuck Joe Biden“ rufen.

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Wie unter anderem die New York Post schreibt, waren die Gesänge während einiger Spiele der College Football-Ligen, am Rande eines Boxkampfs und selbst auf einem Golf-Turnier zu hören. Wenn auch dazu gehört, dass die Veranstaltungen hauptsächlich in Red States – also Bundesstaaten, die traditionell republikanisch wählen – stattfanden.

Let’s go Brandon!

Zuletzt waren die Fuck Joe Biden-Rufe nach einem Nascar-Rennen in Alabama zu hören – im Hintergrund eines Interviews mit dem Sieger Brandon Brown. Auch die NBC-Journalistin Kelli Stavast, die das Interview führte, hörte die Rufe – verstand sie aber falsch. Ein Ausschnitt von ihrer Interpretation geht gerade auf Twitter viral.

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Nach der Gratulation an den Sieger, glaubt Stavast, dass ihr da auch das Publikum zustimmt: „Und auch die Menge ruft: Let’s go Brandon!“

Das kommentieren zahlreiche Twitter-Nutzer*innen: „Das ist wirklich nicht das, was die Menge ruft.“ Oder: „Sie hätte einfach gar nicht drauf eingehen sollen, das wäre besser gewesen.“ Und: „Netter Versuch der Journalistin, uns zu täuschen.“

Auf Twitter finden sich zahlreiche weitere Videos von den Gesängen. Auch Hashtags dazu gibt es, die das ganze bereits „Bewegung“ – Movement – nennen: „#FJBMovement“. Und: „#FuckJoeBiden“.

Ob es sich dabei allerdings tatsächlich um eine Bewegung und damit relevante gesellschaftliche Strömung handelt oder ob wenige die Mechanismen der sozialen Netzwerke nutzen, um sich groß darzustellen, kann bislang nicht gesagt werden.

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