Fünf afrikanische Länder als Corona-Mutationsgebiete eingestuft

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Klinik in Bulawayo: Auch Simbabwe hat mit der neuen Corona-Variante zu kämpfen (Bild: KB Mpofu/Getty Images)
Klinik in Bulawayo: Auch Simbabwe hat mit der neuen Corona-Variante zu kämpfen (Bild: KB Mpofu/Getty Images)

Die Bundesregierung hat fünf weitere afrikanische Länder als Corona-Risikogebiete mit besonders gefährlichen Virusmutationen eingestuft.

Für Botsuana, Malawi, Mosambik, Sambia und Simbabwe gilt damit ab Sonntag eine Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, von dem allerdings deutsche Staatsbürger und in Deutschland lebende Ausländer sowie Transitpassagiere ausgenommen sind. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag im Internet mit. Damit sind ab Sonntag insgesamt 12 Länder als Mutationsgebiete eingestuft, davon acht im südlichen Afrika sowie Großbritannien, Portugal, Irland und Brasilien.

Die Bundesregierung hatte in der vergangenen Woche ein Beförderungsverbot für diese Gebiete erlassen, um die grenzüberschreitende Verbreitung von besonders ansteckenden Corona-Mutationen einzudämmen. Daneben gibt es zwei weitere Kategorien von Corona-Risikogebieten:

  • “Normale” Risikogebiete: Das sind weit mehr als 100 Länder über einem Grenzwert (auch Inzidenzwert genannt) von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Das trifft derzeit auf fast ganz Europa inklusive Deutschland zu.

  • Hochinzidenzgebiete: Das sind fast 30 Länder mit deutlich höheren Infektionszahlen als in Deutschland. Der Grenzwert ist eine Inzidenz von 200 (Inzidenz in Deutschland: 80).

Reisende aus “normalen” Risikogebieten müssen sich spätestens 48 Stunden nach Einreise in Deutschland auf Corona testen lassen. Zudem müssen sie zehn Tage in Quarantäne, können sich davon allerdings durch einen zweiten negativen Test ab Tag fünf vorzeitig befreien lassen.

Reisende aus Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten müssen bereits bei Einreise einen negativen Test vorweisen können. Die Quarantäneregeln sind identisch mit denen für die “normalen” Risikogebiete.

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