Für mehr Umweltschutz: Edeka führt digitale Kassenbons ein

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Wer kennt das nicht, nach der Shoppingtour quillt der Geldbeutel über vor ausgedruckten Kassenzetteln. Doch mit dieser Zettelwirtschafft soll nun Schluss sein. Die Supermarktkette Edeka bietet in einem Teil seiner Filialen seit Anfang Juli eine digitale Alternative an.

Im Vertriebsgebiet Nord bietet Edeka nun den digitalen eBon als Alternative zum Kassenzettel aus Papier an. (Bild: Getty Images)
Im Vertriebsgebiet Nord bietet Edeka nun den digitalen eBon als Alternative zum Kassenzettel aus Papier an. (Bild: Getty Images)

Seit 2020 gilt in Deutschland die Bonpflicht. Durch sie sind alle Händler und Dienstleister, die über ein modernes Kassensystem verfügen, dazu verpflichtet, ihren Kunden unaufgefordert einen Kassenzettel auszudrucken, ganz gleich, ob diese einen explizit wünschen oder nicht.

Die Folge ist ein riesiger Berg von Papiermüll. Nach Angaben der Supermarktkette Edeka produziert der deutsche Einzelhandel durch diese Verpflichtung etwa 580.000 Kilometer Kassenbons – pro Monat. Im Jahr sind das fast sieben Millionen Kilometer, oder anders ausgedrückt neun Mal von der Erde zum Mond und wieder zurück.

Papierkassenbons pro Jahr reichen neun Mal zum Mond und zurück

Um diesen irrsinnigen Papierverbrauch Einhalt zu gebieten, hat Edeka für seine Märkte im Vertriebsgebiet Nord nun eine nachahmenswerte Neuerung gestartet. 

Seit 1. Juli bietet die Supermarktkette seinen Kunden neben dem herkömmlichen Kassenzettel aus Papier auch einen digitalen, den sogenannten eBon, an. Dieser kann auf dem Smartphone abgerufen werden, ohne dafür eine Extra-App zu benötigen.

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"Die Kunden haben die Möglichkeit, an der Kasse zu wählen, ob sie sich einen klassischen Bon ausdrucken lassen oder den Beleg digital über einen QR-Code erhalten möchten", erklärt Helene Dahlke, Sprecherin von Edeka Nord, dem "Hamburger Abendblatt".

Wer sich nach dem Bezahlen für den eBon entscheidet, bekommt einen digitalen Kassenzettel aufs Handy geschickt. 

So funktioniert der eBon:

  • Das Personal an der Kasse fragt den Kunden, welche Art von Kassenbon es sein soll

  • Wünscht sich der Kunden den digitalen eBon, erscheint laut Edeka auf dem Kassenmonitor für 15 Sekunden ein QR-Code

  • Diesen Code mit dem Smartphone scannen oder fotografieren. (dies geschieht über die Fotofunktion des Handys automatisch).

  • Über den QR-Code wird man auf dem Handy automatisch auf eine Serverseite mit dem digitalen Kassenzettel weitergeleitet. (Der Link hat eine Gültigkeit von 24 Stunden) 

  • Nun kann der Kassenzettel als PDF heruntergeladen und in den eigenen Unterlagen abgespeichert werden

Für Besitzer der Edeka-App funktioniert der eBon noch einfacher. Kunden, welche die hauseigenen App während des Kassiervorgangs nutzen und an der Kasse scannen, erhalten den eBon automatisch in einer Mail als PDF. Das Scannen eines QR-Codes ist damit überflüssig.

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Wie das "Hamburger Abendblatt" berichtet, verbraucht eine einzelne Edeka-Filiale im Schnitt 31,3 Rollen Kassenpapier pro Tag. Mit dem digitalen eBon will die Supermarktkette 20 Prozent davon nun einsparen.

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