Für Wahlspot geschminkt: Armin Laschet mit kohleschwarzem Gesicht

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Um seine Affinität zum Bergbau zu zeigen, hat sich CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet für einen Wahlkampfspot das Gesicht schwarz angemalt. Dafür wird er nun kritisiert.

Ministerpräsident Armin Laschet am Montag, 17. September 2018, während einer Grubenfahrt im Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop: mit schwarzem Gesicht. Foto: Mediathek / Land NRW
Ministerpräsident Armin Laschet während einer Grubenfahrt im Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop - mit schwarzem Gesicht. (Bild: Mediathek / Land NRW)

Die Fehltritte Armin Laschets mit darauffolgender Kritik an dem Kanzlerkandidaten der CDU nehmen kein Ende: Am Wochenende hat die CDU einen neuen Wahlkampfspot veröffentlicht – und auch der sorgt für Empörung.

Letzte Grubenfahrt

In dem kurzen Video ist Laschet zu sehen, wie er gemeinsam mit seinem Vater 2018 eine Steinkohle-Zeche in Bottrop besuchte. Der Anlass damals: Die "letzte Grubenfahrt mit Kumpeln" – so hieß es in der zugehörigen Pressemitteilung.

Laschet wollte als Ministerpräsident "den Einsatz der vielen hunderttausend Bergleute und ihren Beitrag zum Wohlstand und Fortschritt Nordrhein-Westfalens würdigen". Denn die Zeche wurde kurz darauf geschlossen.

Bei der Grubenfahrt fand eine letzte "Erkundung" des Produktionsbetriebs statt und Laschet informierte sich über die Förderarbeit. Was er dabei nicht getan hat: Kohle abbauen. Deshalb fragen sich jetzt zahlreiche User*innen auf Twitter, wieso Laschet in dem Wahlkampfspot ein schwarzkohlig verschmiertes Gesicht hat – und das als einziger aus der gezeigten Besucher*innen-Gruppe.

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Wenig erfolgreiche PR

Die Kommentare zu einem tausendfach gelikten Beitrag, der darauf aufmerksam gemacht hat, klingen großteils so: "Das hätte man aber authentischer schminken können" oder "Und die Klamotten sind weiterhin blütenweiß. Dem Mann ist nix zu dumm" und "Wieviel zahlt die Konkurrenz eigentlich Laschets PR-Beratern?".

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Auch einige Photoshop-Werke finden sich unter den Kommentaren, die Laschet und das zeigen, was er sich wohl für andere Termine extra aufs Gesicht aufgebracht hätte: etwa bei Tönnies, Bofrost oder Seitenbacher.

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Fehlende Authentizität

Am Ende wird Laschet vor allem für seine Inszenierung kritisiert. Wieder einmal: Denn nicht erst seit der Flutkatastrophe vor einigen Wochen, als Laschet während einer Rede des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeiers vor Ort im Hintergrund lange mit Kolleg*innen gescherzt und gelacht hatte – während des eigentlich traurigen Anlasses – wird Laschet fehlende Authentizität vorgeworfen. Zuletzt vom Youtuber Rezo.

Umfragewerte fallen

Es sind nur noch Wochen bis zur Bundestagswahl und die Union, angeführt von Laschet, befindet sich auf Tiefflug. Mittlerweile liegt sie laut aktueller Sonntagsfrage von Infratest Dimap bei 23 Prozentpunkten, zwei Punkte vor der SPD. Danach folgen mit 17 Prozentpunkten die Grünen, auf vier weniger kommt die FDP kurz vor der AfD mit elf und die Linke mit sieben. Laut "Sonntagstrend" von Insa liegen Union und SPD derzeit sogar gleich auf mit jeweils 23 Prozentpunkten.

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