Fussball: Putin zweifelt: Sbornaja kämpft um ihre Würde

Putin wird das Eröffnungsspiel besuchen

Die Legenden des Fußballs applaudierten im Spalier, als Wladimir Wladimirowitsch Putin staatstragend über den Kunstrasen des Moskauer Expocenters schritt. Die FIFA-Delegierten hielt es vor Begeisterung nicht mehr auf ihren Sitzen, Präsident Gianni Infantino schloss den mächtigen Mann symbolträchtig in die Arme. Die Fußballfamilie verneigte sich am Tag vor dem WM-Eröffnungsspiel (Donnerstag, 17 Uhr/ARD und Sky) zwischen Russland und Saudi-Arabien vor dem Star-Gast aus dem Kreml - und Putin genoss die Aufmerksamkeit in vollen Zügen.

Es sind die Momente, die er liebt, die Momente, in denen die Gastgebernation der WM 2018 in voller Pracht erstrahlt. So wie Stunden später beim Gala-Konzert auf dem Roten Platz mit Opernstar Anna Netrebko, Star-Pianist Denis Mazujew und Star-Dirigent Waleri Gergijew. Ein Fest russischer Hochkultur, was vom Eröffnungsspiel kaum zu erwarten ist.

Schlechteste Teams treffen aufeinander

Zwar wird die Kulisse im gigantischen Luschniki-Stadion von Moskau stimmen, "alles wird reibungslos funktionieren", verspricht Putin, doch weder seine Sbornaja noch der Gegner aus Saudi-Arabien genügen gehobenen sportlichen Ansprüchen. Im Gegenteil: Laut Weltrangliste sind beide Mannschaften die schlechtesten des Turniers. Die russischen Medien sind derart pessimistisch gestimmt, dass Artem Dschiuba einen verzweifelten Aufruf startete.

"Ich bitte Euch um Respekt, dann werden auch wir Euch respektieren", rief der Stürmer den Journalisten und Fans zu: "Ich bitte Euch, positiv z...

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