Götz Aly: Die EU braucht grundlegende Reformen

Nur so kann ein Auseinanderfallen verhindert werden.

Der hoffnungsvolle Wahlausgang in Frankreich kann nicht über die Probleme der Europäischen Union hinwegtäuschen. Auch Emmanuel Macron hat nicht auf antideutsche Töne verzichtet. Zudem bleibt es bedrohlich, wenn Millionen Franzosen dauerhaft ins rechtsradikale und europafeindliche Lager wechseln, insbesondere Arbeiter, die noch vor wenigen Jahren sozialistisch gewählt haben.

Das Kuddelmuddel war vorhersehbar

Die teils aggressive Unzufriedenheit und das teils verbreitete, noch stille Unbehagen mit Europa hat zwei wichtige Ursachen: Zum einen sind die Verantwortlichkeiten zu schwammig geregelt, zum anderen werden ununterbrochen Verträge gebrochen, Zusagen nicht eingehalten und bedrohliche Finanzentwicklungen vernebelt. Wie sich am Beispiel Euro zeigen lässt, war dieses Kuddelmuddel vorhersehbar.

Seit Beginn der 1990er-Jahre hatten die Gründungsstaaten der Europäischen Union straff auf die Einheitswährung hingearbeitet und zum 1. Januar 2002 den Euro für jedermann geschaffen. Anders als heute von allen italienischen Parteien behauptet, machte Italien damals besonders gerne mit, weil es nur so in letzter Minute der Staatspleite entging. Vor diesem Hintergrund...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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