Günther Jauch bekommt Hassnachrichten nach Corona-Impfkampagne

teleschau
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Günter Jauch befindet sich derzeit aufgrund einer Corona-Infektion in Quarantäne. Ob er am Samstag bei "Denn sie wissen nicht, was passiert! Die Jauch-Gottschalk-Schöneberger-Show" auftreten kann, ist noch ungewiss. (Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius)
Günter Jauch befindet sich derzeit aufgrund einer Corona-Infektion in Quarantäne. Ob er am Samstag bei "Denn sie wissen nicht, was passiert! Die Jauch-Gottschalk-Schöneberger-Show" auftreten kann, ist noch ungewiss. (Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius)

Zwei Wochen nach Bekanntwerden seiner Corona-Infektion befindet sich Günther Jauch weiterhin in Quarantäne. Welche Hassnachrichten ihn dort erreichen, berichtete der 64-Jährige bei "stern TV".

Es sind offenbar harte Zeiten für Prominente, die sich als Werbegesichter der Impf-Kampagne der Bundesregierung engagieren: Erst vergangene Woche hatte die 77-jährige Schauspielerin Uschi Glas von Hasskommentaren im Netz berichtet. Nun scheint es den "Wer wird Millionär"-Moderator Günther Jauch getroffen zu haben: In einem Interview mit dem RTL-Magazin "stern TV" las der 64-Jährige aus Hassnachrichten vor, die er derzeit erhält.

Er stifte zur Körperverletzung und zum Mord an, hieß es in den Briefen. Er mache sich "mitschuldig am größten Verbrechen der Menschheit, das je stattgefunden hat", las Jauch vor. Meist stammten die Briefe aus dem Milieu der Querdenker, Corona-Leugner und Impfgegner, doch auch Antisemiten seien dabei, wie der Moderator schilderte. Er gestand: "Ich wundere mich tatsächlich, dass es so viele sind." Noch erstaunter zeigte er sich jedoch angesichts der Skrupellosigkeit der Täter: Viele verschickten die Nachrichten mit ihrem vollen Namen, teilweise sogar mit einem vollständigen Absender oder ihrer Berufsbezeichnung.

"Mit den Leuten in Diskussionen einzutreten, fällt mir mittlerweile schwer"

Grund dafür sei zum einen seine Teilnahme an der Impfkampagne, aber auch das, was Jauch die "informationelle Müllhalde" des Internets nannte: Gerade in den sozialen Netzwerken könne sich jeder heraussuchen, "was ihm irgendwie gerade plausibel erscheint, was er gehört oder was er gelesen hat und was vor allen Dingen gegen die schulmedizinische Meinung geht", so Jauch. Er stellte klar: "Da mit den Leuten in Diskussionen einzutreten, fällt mir mittlerweile schwer."

Für das Gespräch mit "stern TV"-Moderator Steffen Hallaschka und Drag-Queen Olivia Jones war Jauch erneut aus seinem zu Hause in Potsdam zugeschaltet. Da er derzeit weiterhin corona-positiv ist, muss er noch in Quarantäne bleiben. Vergangene Woche berichtete er, ebenfalls bei "stern TV", von seinem "mittleren" Krankheitsverlauf. Ob Jauch am kommenden Samstag bei "Denn sie wissen nicht, was passiert! Die Jauch-Gottschalk-Schöneberger-Show" mit Barbara Schöneberger und Thomas Gottschalk auftreten kann, ist derzeit noch ungewiss.