Günther Jauch: "Ich habe einen genetischen Hang zur Faulheit"

·Lesedauer: 2 Min.
"Mir ist nicht langweilig", erklärt Günther Jauch im Podcast "Betreutes Fühlen". (Bild: 2019 Getty Images/Joshua Sammer)
"Mir ist nicht langweilig", erklärt Günther Jauch im Podcast "Betreutes Fühlen". (Bild: 2019 Getty Images/Joshua Sammer)

Günther Jauch möchte das Ende seiner Karriere selbst bestimmen. Dies betonte der 65-Jährige in der 100. Folge des Podcasts "Betreutes Fühlen" von Atze Schröder und Leon Windscheid. Außerdem sprach Jauch über seine Arbeitsmoral und seine Einstellung zu Social Media.

Seit mehr als 30 Jahren ist Günther Jauch in der deutschen Medienwelt präsent. Inzwischen scheint sich der 65-Jährige immerhin grobe Gedanken über seinen Ruhestand zu machen: In der 100. Folge des Podcasts "Betreutes Fühlen" von Atze Schröder und Leon Windscheid erklärte Jauch, er wolle selbst denn Zeitpunkt bestimmen: Dieser käme spätestens dann, "wenn man selber als Erster merkt, dass bestimmte Dinge nicht mehr so gut funktionieren. Wenn ich die Texte nicht mehr richtig hinkriege oder wenn ich nicht mehr auf Dinge aus dem Publikum reagieren kann."

Anders als der einstige "Tagesschau"-Sprecher Jan Hofer könne er sich allerdings keine Teilnahme an Shows wie "Let's Dance" im Alter vorstellen: "Da fehlt zudem jeder Versuch des Senders und das entsprechende Angebot." Stattdessen scheint sich zumindest ein Teil von ihm auf mehr Freizeit zu freuen: "Ich habe eigentlich einen genetischen Hang zur Faulheit, den ich vielleicht irgendwann einmal ausleben kann", erklärte Jauch. "Aber andererseits hat man immer irgendwas im Kopf, was man dann machen will. Mir ist nicht langweilig."

Seit 2019 betreiben Atze Schröder (liegend) und Dr. Leon Windscheid den Podcast "Betreutes Fühlen". (Bild: Guido Schröder)
Seit 2019 betreiben Atze Schröder (liegend) und Dr. Leon Windscheid den Podcast "Betreutes Fühlen". (Bild: Guido Schröder)

"Für meine Kinder bin ich ein Fossil"

Vor anderthalb Jahren hat er ein Restaurant in Potsdam eröffnet: "Wir gehen ja alle gerne schön essen, aber wenn man das mal von der anderen Seite aus sieht, was es dazu braucht, das ist einfach sehr arbeitsintensiv." Aktuell würde er schauen, wie es nach Corona weitergehe. Überhaupt scheint Jauch ein eher umtriebiger Mensch zu sein: "Ich habe nicht so gerne mit Leuten zu tun, die von Haus aus träge sind und immer alles vor sich herschieben", gestand er. "Damit habe ich ein Problem." E-mails würde er zum Beispiel immer möglichst schnell beantworten: "Was habe ich davon, die Antwort aufzuschieben? Spätestens einen Tag später kommen doch die ersten Nachfragen."

Zuletzt sprach Jauch über seine Einstellung zu den sozialen Medien: "Ich merke, dass mich bestimmte Dinge wie Influencer nicht interessieren. Social Media für mich selbst wäre für mich ein Zeitfresser. Für meine Kinder bin ich da auch ein Fossil, die diskutieren das gar nicht mehr mit mir."

Seit 2019 betreiben der Comedian Atze Schröder (55) und der Psychologe und Bestsellerautor Dr. Leon Windscheid (32) ihren Podcast "Betreutes Fühlen". In bislang 100 Folgen sprachen die beiden über Gefühle wie Einsamkeit und Liebe sowie über alltägliche Fragen wie jener nach dem Sinn des Lebens. Die Folge mit Günther Jauch zum Thema "Ende" ist ab Dienstag, 24. August, auf allen bekannten Podcast-Plattformen, darunter Spotify und Apple Podcasts, abrufbar.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.