Güterzug aus London erreicht nach 12.000 Kilometern China

Güterzug "Ostwind" bei seinem Start in London

Nach 12.000 Kilometern Fahrt hat ein Güterzug aus der britischen Hauptstadt London sein Ziel in China erreicht. Beladen mit Whisky, Babymilch, Medikamenten und Maschinenteilen erreichte der "Ostwind" getaufte Zug am Samstag nach insgesamt 20 Tagen Fahrt die Stadt Yiwu im Osten der Volksrepublik, wie die Betreiberfirma mitteilte. Die Strecke ist länger als die der Transsibirischen Eisenbahn, allerdings rund 1000 Kilometer kürzer als die 2014 eröffnete Rekord-Verbindung von der spanischen Hauptstadt Madrid nach China.

Mit der neuen Verbindung nach Großbritannien will China seine Handelsbeziehungen nach Westeuropa entlang einer "neuen Seidenstraße" weiter ausbauen. Der Transport über die Schiene soll nach Angaben der chinesischen Behörden bis zu 30 Tage schneller sein als eine Beförderung der Fracht auf dem Seeweg. Die Ladekapazität eines Frachtschiffes liegt allerdings um ein vielfaches höher.

London ist bereits die 15. Stadt, die mit dem Güternetz der staatlichen chinesischen Eisenbahn verbunden ist. Auch nach Deutschland gibt es zwei Verbindungen: Von Chongqing nach Duisburg und von Peking nach Hamburg.

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