Gütliche Einigung: United schließt außergerichtlichen Vergleich

Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat sich gütlich mit dem Passagier geeinigt, dessen gewaltsame Entfernung aus einem abflugbereiten Flugzeug einen Skandal ausgelöst hatte. Der außergerichtliche Vergleich sieht vor, dass Einzelheiten vertraulich bleiben und der Passagier auf Klagen gegen die Flughafenpolizei verzichtet.

United hatte den Mann von der Flughafenpolizei aus einer überbuchten Maschine zerren lassen, weil er seinen Platz nicht hatte räumen wollen.

Bereits zuvor hatte United angekündigt, künftig weniger Überbuchungen vorzunehmen, Passagiere, die sich bereits an Bord befinden, nicht mehr zum Verlassen der Maschine aufzufordern und Passagieren, die freiwillig auf eine Reservierung verzichten bis zum 10.000 Dollar zu bieten.

We let policies get ahead of our values. We’re taking steps to change. https://t.co/a7J0ZzcbrE pic.twitter.com/Hsag45geex— United (@united) 27. April 2017

Auf Uniteds Heimatflughafen Chicago-O’Hare finden Passagiere warme Worte für die neuen Regeln der Fluggesellschaft.

“Ich glaube, das war eine Überreaktion. Aber United hat Aktionäre und die wollen, dass das Image wiederhergestellt wird”, meint Passagier Steve Pass.

“Das ist absurd viel Geld. Da hofft man bald schon, rausgeschmissen zu werden”, findet Christa Park.

Videos von dem Rauswurf des Passagiers und die zögerliche Entschuldigung der Airline hatte im Internet einen Shitstorm ausgelöst. Kongressabgeordnete hatten gesetzliche Regulierungen angekündigt.

Seinem Anwalt zufolge brach sich der Passagier die Nase, verlor zwei Zähne und erlitt eine Gehirnerschütterung.

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