G7-Gesundheitsminister beraten über verbesserten Impfstoff-Zugang weltweit

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Corona-Impfung in Indonesien

Vor Beginn eines Treffens mit seinen G7-Kollegen hat Großbritanniens Gesundheitsminister Matt Hancock dafür geworben, den Zugang zu Corona-Impfstoffen weltweit zu verbessern. "Wir werden an dem Ziel arbeiten, Impfstoffe weltweit verfügbar zu machen", sagte Hancock bei seiner Ankunft in Oxford am Donnerstag vor Journalisten. Die Corona-Pandemie sei eine "globale Pandemie und niemand sicher, bevor nicht alle sicher sind".

Während ihres zweitägigen Treffens wollen die Gesundheitsminister der sieben größten Industrienationen über die Verteilung von Corona-Impfstoffen in armen Ländern beraten. Daneben soll es um eine Verbesserung der Frühwarnsysteme für Epidemien geben.

Nach Angaben des britischen Gesundheitsministeriums ist geplant, dass sich die Minister auf einen "neuen internationalen Ansatz" in der Prävention von Infektionskrankheiten verständigen und sich "verpflichten, künftige Gesundheitsgefahren zu bekämpfen, indem sie bei der Identifikation von Warnsignalen aus der Tier- und Umwelt zusammenarbeiten".

Dem Ministerium zufolge gehen drei von fünf aller Infektionen auf eine Virusübertragung vom Tier auf den Menschen zurück. Hancock warnte, es werde "immer mehr Krankheiten geben, die vom Tier auf den Menschen übergehen". Darauf müsse die internationale Gemeinschaft in Zukunft besser vorbereitet sein.

Das Treffen findet vor dem Hintergrund immer lauter werdender Appelle nach mehr Unterstützung der reichen Industrienationen für ärmere Länder bei der Beschaffung von Corona-Impfstoffen statt. Bei einem Treffen der G7-Finanzminister am Freitag in London soll die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, einen 50-Milliarden-Dollar-Plan vorstellen, der die Beendigung der Corona-Pandemie durch die Beschleunigung der weltweiten Impfprogramme vorsieht. Die veranschlagte Summe ist deutlich niedriger als die von vielen Industrieländern aufgelegten Konjunkturprogramme zur Bewältigung der wirtschaftlichen Pandemie-Folgen.

Der Gruppe der G7 gehören Deutschland, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Italien, Japan und die USA an. In der kommenden Woche treffen sich die Staats- und Regierungschefs der sieben Länder zum Gipfel in Carbis Bay in Cornwall.

isd/ju