G7-Gipfel: Anwohner verärgert über Straßensperren und Einschränkungen

Polizeibeamte wohin man blickt. Um den G7-Gipfel zu sichern sind Tausende von Polizisten in der Region von Garmisch-Partenkirchen und Schloss Elmau im Einsatz. Überall sind Straßen abgeriegelt, kilometerlange Zäune wurde hochgezogen. Bei den Anwohnern sorgt das für Frust. Ein Taxifahrer erzählt, er habe keine Fahrgäste mehr hat.

Eine ältere Dame erzählt, es sei für sie schon anstrengend, sie könne ihre Schwester, die etwas außerhalb lebt, nicht besuchen. Überall sind die Straßen gesperrt, erzählt sie. Man brauche einen Passierschein, um durchgelassen zu werden: "Aber, wie unsere Bürgermeisterin bei dem Gemeindegespräch gesagt hat, wir können uns nicht dagegen wehren, es ist so bestimmt worden. Dann fügen wir uns."

"Der Unmut in der Bevölkerung ist sehr groß"

Auch die Restaurantbesitzer sind verärgert. Wegen der Sicherheitsvorkehrungen und der ausgebuchten Unterkünfte bleiben Urlauber und Gäste zur Zeit weg. Ein Restaurantbesitzer aus Garmisch-Partenkirchen ist sichtlich genervt: "Man denkt, es sind nur vier Tage, ein Gipfel. Nein, bei uns läuft es seit März und hört wahrscheinlich erst Mitte August auf, der ganze Blödsinn, wir haben nur noch Polizei, man fühlt sich nicht mehr wohl. Wir haben keine Auswärtigen mehr." Und das Ganze nur für sieben Leute, fügt er hinzu.

Ein andere Passantin findet, ein solcher Gipfel nach drei Jahren Pandemie und Einschränkungen sollte nicht in dieser Form stattfinden: "Der Unmut in der Bevölkerung ist sehr groß".

G7-Gipfel zum 2. Mal auf Schloss Elmau

Es ist das zweite Mal, dass ein G7-Gipfel auf Schloss Elmau stattfindet. Das erste Mal war 2015. Jetzt sind die Anwohner und die Ladenbesitzer froh, wenn das Ganze hier vorbei ist.

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