Gabriel übergibt an Schulz: Was bleibt aus seiner Zeit als SPD-Vorsitzender?

Nach siebeneinhalb Jahren hat Gabriel den Parteivorsitz an Schulz abgegeben.

Er habe es seiner Partei nicht immer leicht gemacht, hat der scheidende Parteichef Sigmar Gabriel in den vergangenen Wochen mehr als einmal zugegeben. „Die Partei mir auch nicht – aber dazu ist sie auch nicht fähig, es ihrem Vorsitzenden leicht zu machen“, hat er bei seiner Kür zum Bundestagskandidaten in seinem Wahlkreis Wolfenbüttel hinzugefügt. Um dann ausdrücklich die Kultur des engagierten Streits in der SPD loben.

So sagt Gabriel es jetzt. Und doch dürfte er diese Streitkultur in den vergangenen siebeneinhalb Jahren häufig verflucht haben. Siebeneinhalb Jahre: das ist die längste Zeit, die jemand seit Willy Brandt Vorsitzender dieser Partei war. Es gibt in der SPD Menschen, die sagen, ein Jahr in diesem Job sei so aufreibend, das es dreifach zähle.

Gabriel hatte es nicht immer leicht, seine Partei auf den von ihm anvisierten Kurs zu bringen – etwa, als es um die Zustimmung zum europäisch-kanadischen Freihandelsabkommen Ceta ging. Andererseits hatte die Partei es bei ihrem zu spontanen und kurzfristigen Wendungen neigenden Vorsitzenden oft nicht leicht zu erkennen, worin dieser Kurs eigentlich bestehen sollte.

Gabriel hat SPD nach Niederlage 2009 wieder aufgerichtet

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