Gabriel fordert Untersuchung des Giftgas-Angriffs in Syrien durch UN-Inspekteure

Russland will nach Angaben von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) eine Untersuchung des mutmaßlichen Chemiewaffenangriffs im syrischen Chan Scheichun ermöglichen. Dies habe ihm sein russischer Kollege Sergej Lawrow zugesagt

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat eine umgehende Untersuchung des mutmaßlichen Giftgas-Angriffs im syrischen Chan Scheichun durch UN-Waffeninspekteure gefordert. "Wichtig ist, dass die Vereinten Nationen und die Experten der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OVCW) jetzt umgehend Zugang erhalten und ihre Untersuchungen ohne Behinderungen durchführen können", sagte Gabriel der "Bild am Sonntag".

Gabriel zeigte sich zugleich überzeugt, dass Syriens Machthaber Baschar al-Assad die Verantwortung für den mutmaßlichen Giftgas-Einsatz trägt. "Wir verfügen über Informationen unserer Partner und von Kontakten vor Ort, die es sehr plausibel erscheinen lassen, dass das Assad-Regime hinter diesem furchtbaren Giftgas-Angriff steckt", sagte der Minister. Den US-Raketenangriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt als Reaktion auf den Angriff in Chan Scheichun nannte Gabriel "nachvollziehbar".

Gabriel zeigte sich zugleich zuversichtlich, dass das Vorgehen der US-Armee Wirkung zeige und Druck auf die Assad-Regierung ausübe. Eine deutsche Beteiligung an möglichen weiteren US-Einsätzen gegen die syrischen Regierungstruppen lehnte er indes klar ab.

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