Gabriel hofft auf Berechenbarkeit nach angekündigter Neuwahl in Großbritannien

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Bundesaußenminister Gabriel

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) erhofft sich von den angekündigten vorgezogenen Neuwahlen in Großbritannien Berechenbarkeit mit Blick auf die Verhandlungen über den EU-Austritt des Landes. "Jede längere Ungewissheit tut den politischen und den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und Großbritannien sicher nicht gut", sagte Gabriel am Dienstag den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er hoffe, dass die Neuwahlen "zu mehr Klarheit und Berechenbarkeit" in den Brexit-Gesprächen führen.

Die britische Premierministerin Theresa May hatte am Dienstag vorgezogene Neuwahlen für den 8. Juni angekündigt. Sie begründete den Schritt mit den bevorstehenden schwierigen Verhandlungen über einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Angesichts der derzeitigen "Uneinigkeit" im Parlament sei es für die Regierung schwierig, "aus dem Brexit einen Erfolg zu machen".

Das britische Parlament soll bereits am Mittwoch über die Neuwahlen abstimmen. May benötigt dafür eine Zwei-Drittel-Mehrheit. Die nächste reguläre Parlamentswahl hätte in Großbritannien erst 2020 angestanden. In Umfragen liegen Mays Konservative derzeit klar vor der oppositionellen Labour-Partei.

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