"Game of Thrones": So hart kämpfte Emilia Clarke für "mein Mädchen" Daenerys

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Kreative Kontrolle ist Schauspielern nur selten gegönnt, vor allem bei großen Projekten mit enormen Ensembles wie “Game of Thrones”. Doch wie sich gerade bei dieser Kultserie herausstellt, lag das nicht daran, dass die Schauspieler es nicht versucht hätten. Emilia Clarke kämpfte hart, ihrer Rolle einen Funken Menschlichkeit zu bewahren.

Kalt und grausam oder menschlich? Emilia Clarke hatte ein klares Bild von "meinem Mädchen" Daenerys Targaryen - dies stimmte nicht immer mit dem der Macher überein. (Bild: ddp images)
Kalt und grausam oder menschlich? Emilia Clarke hatte ein klares Bild von "meinem Mädchen" Daenerys Targaryen - dies stimmte nicht immer mit dem der Macher überein. (Bild: ddp images)

Enthüllt wurde dies durch das Buch "Feuer kann einen Drachen nicht töten: ‘Game Of Thrones‘ und die offizielle, noch unbekannte Geschichte der epischen Serie”, das aktuell diverse Fakten rund um die Entstehung der Fantasy-Saga ans Licht bringt - von lustigen Anekdoten über Streiche bis hin zu beunruhigenden Hintergründen zu Sex-Szenen.

In dem Buch kommen auch die Schauspieler selbst zu Wort, die bisweilen interessante Details zu ihren eigenen Figuren beisteuern. So stellt sich nun heraus, dass Emilia Clarke äußerst unterschiedliche Ansichten über die Entwicklung von ihrer Rolle der Daenerys Targaryen hatte und diese nicht selten vehement geäußert hatte.

Daenerys ist “ein verdammtes menschliches Wesen”

Clarke erzählte dem Autoren James Hibberd, dass sie von den Machern immer wieder die Regieanweisung erhalten habe, die Drachenmutter “kalt und ausdruckslos” zu spielen. Ihr selbst sei jedoch wichtig gewesen, der Figur genug Menschlichkeit einzuhauchen, um sie für die Zuschauer zugänglich zu lassen. “Es passierte oft, dass ich gefragt habe: ‘Warum gebt ihr mir diese Anweisung?’ Und obwohl ich ein von Natur aus zuvorkommender Mensch bin, gab es Momente, in denen ich meinte: ‘Sagt mir nicht, was ich mit meinem Mädchen tun soll. Ich weiß, was zu tun ist!`”

Clarke sollte die Drachenmutter immer wieder “kalt und ausdruckslos” spielen. (Bild: HBO)
Clarke sollte die Drachenmutter immer wieder “kalt und ausdruckslos” spielen. (Bild: HBO)

“Kalte Ausdruckslosigkeit” sei zunehmend zu Daenerys’ Markenzeichen geworden, wie Clarke erklärte. “Aber ich wollte ihr mehr Menschlichkeit verleihen, weil niemand andauernd so ist. Also habe ich mich manchmal ein wenig gewehrt: ‘Ich verstehe, dass sie knallhart und erbarmungslos und eine starke Macht sein muss. Aber in diesem Moment ist sie auch ein verdammtes menschliches Wesen. Also gebe ich euch jetzt das und hoffe, dass ihr euch beim Schnitt dafür entscheidet.’”

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An letzterer Aussage zeigt sich wiederum, dass derartige Entscheidungen von Schauspielern nicht immer auf fruchtbaren Boden fallen. Was letztendlich auf dem Bildschirm zu sehen ist, entscheidet sich schließlich beim finalen Schnitt des Filmmaterials.

Liam Cunningham hatte mehr Erfolg

Definitiven Erfolg hatte offenbar Liam Cunningham, der im selben Buch davon erzählte, wie er sich mit Produzent David Benioff und einem der Regisseure über eine kreative Entscheidung gestritten habe. Seine Rolle Ser Davos Seaworth sollte sich den Machern zufolge in die viel jüngere Missandei verlieben. “Ich habe mich geweigert. Ich sagte, das mache ich verdammt noch mal nicht. Es war das einige Mal, dass ich ihnen je die Stirn geboten habe.” In seinen Augen wäre es aufgrund der Gefühle, die Davos für Lyanna Mormont und seine Ersatz-Tochter Shireen hatte, falsch gewesen, wenn er “plötzlich scharf auf eine jüngere Frau sein würde”.

Liam Cunningham alias Ser Davos bot den Machern die Stirn, als sie seine Figur mit einer Jüngeren verkuppeln wollten. (Bild: ddp images)
Liam Cunningham alias Ser Davos bot den Machern die Stirn, als sie seine Figur mit einer Jüngeren verkuppeln wollten. (Bild: ddp images)

Welche Version von “Game of Thrones” die Fans wohl zu sehen bekommen hätten, wenn die Schauspieler stets ihren Willen hätten durchsetzen können, bleibt wohl ein Geheimnis. Zum Kult wurde die Serie allerdings auch so - warum, davon kann man sich auf Sky überzeugen, wo alle acht Staffeln der Fantasy-Saga zu sehen sind.