"Game of Thrones" trifft auf "Westworld": So kam es zum Serien-Crossover

Für Fans von ”Game of Thrones“ war die zweite Folge der 3. Staffel von ”Westworld“ ein besonderes Highlight. Denn plötzlich tauchten darin Figuren auf, die man eigentlich mit Westeros und den Sieben Königslanden verbindet. Ein Coup, der lange geplant war.

Bei "Game of Thrones" sind Drachen ein fester Bestandteil der Serie. (Bild: ddp)

In der 2. Episode der 3. Staffel von ”Westworld“ - der gefeierten Science-Fiction-Serie um einen Roboter-Freizeitpark, in dem die Gäste in täuschend echte Fantasie-Welten eintauchen können - gab es nicht weniger als drei Cameos, die die Herzen von Serien-Fans höher schlagen ließen. Hinter den Kulissen des gruseligen ”Westworld“-Freizeitparks schmiedeten zwei Techniker einen Plan: Sie wollten einen Drachen aus einer mittelalterlichen Welt entführen, um sich mit ihm nach Costa Rica abzusetzen. Die Techniker wurden aber nicht von irgendwelchen Schauspielern verkörpert, sondern von David Benioff und D.B. Weiss, den Showrunnern der Fantasy-Serie ”Game of Thrones“. Und der Drache war auch nicht irgendein Drache, sondern Drogon, der letzte überlebende Drache von GoT-Protagonistin Daenerys Targaryen.

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”Game of Thrones“-Schöpfer George R. R. Martin steckte hinter dem Plan

Von wem die Idee zu dem Serien-Crossover kam, verrieten die ”Westworld“-Showrunner Lisa Joy und Jonathan Nolan gegenüber dem Magazin Variety. Dahinter steckt niemand Geringerer als George R.R. Martin, ohne dessen mehrbändige Romanvorlage ”Das Lied von Eis und Feuer“ es ”Game of Thrones“ nie gegeben hätte.

Auch die beiden Showrunner von "Game of Thrones" waren in der 2. Episode der 3. Staffel von "Westworld" zu sehen. (Bild: Getty Images)

Über ihn sagte Nolan also: ”Wir sind mit George R. R. Martin befreundet und er hat uns seit der ersten Staffel immer wieder gesagt: 'Wir müssen eine Zusammenarbeit mit Game of Thrones machen'.“ Viele Leute seien sich nicht bewusst darüber, dass Martin ursprünglich Fernsehautor gewesen sei und darum genau gewusst habe, wie krass die Fans bei Crossover-Folgen ausflippen. Und genau deswegen hätte Martin schon während der ersten Staffel von ”Westworld“ ein Crossover vorgeschlagen.

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Martins Plan ging noch viel weiter

Laut Lisa Joy ging Martins Fantasie aber weit über einen einmaligen Cameo-Auftritt hinaus. Ihr zufolge hätte der Autor sich sogar eine eigene ”Game of Thrones“-Welt innerhalb von ”Westworld“ vorstellen können. Das wäre das ultimative Crossover gewesen, was laut Nolan aber leider ”unmöglich“ zu realisieren gewesen sei.

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