Gartenarbeit kann Demenz-Risiko erheblich senken

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Gerade im Sommer beschweren sich viele Menschen über die Gartenarbeit. Dabei kann Buddeln und Pflanzen die eigene Gesundheit extrem fördern, wie eine Studie nun nachweist.

Eine ältere Frau beschneidet Pflanzen in einem Gartenbeet.
Gartenarbeit kann nicht nur gute Laune machen, sie ist auch gut für die Gesundheit. (Bild: Getty)

Die Langzeitstudie folgte mehr als einer halben Million Brit*innen über einen Zeitraum von fast elf Jahren. Dabei wurden sie regelmäßig nach ihren Aktivitäten und deren Intensität befragt und ihr gesundheitlicher Zustand immer wieder abgeglichen. Das Resultat der Studie, die im US-amerikanischen Fachjournal "Neurology" veröffentlicht wurde, war eindeutig: Wer viel im Garten arbeitet, reduziert das Risiko, an einer Demenz zu erkranken sehr deutlich.

Denn bei den Studienteilnehmer*innen, die regelmäßig den Rasen mähen, Unkraut jäten und Pflanzen setzen war der Anteil an Demenzerkrankten um 21 Prozent niedriger, als bei denjenigen, die keine oder nur sehr unregelmäßige Gartenarbeiten verrichteten.

Reduziertes Demenz-Risiko

Dr. Huan Song von der chinesischen Sichuan Universität, der als einer der verantwortlichen Autoren an der Langzeitstudie beteiligt war, sagte laut "Daily Mail": "Viele Studien haben sich mit den potenziellen Risikofaktoren für eine Demenz beschäftigt. Aber wir wollten mehr über die Vielfalt an Lebensstilen und Gewohnheiten und deren potenzieller Rolle in der Prävention von Demenz herausfinden." Dabei seien sie in der Gruppe der Befragten, die ein Durchschnittsalter von 56 Jahren hatte, zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen. "Unsere Studie hat herausgefunden, dass körperlicher Betätigung, Haushaltstätigkeiten und soziale Interaktionen mit einem reduzierten Risiko für verschiedene Demenz-Erkrankungen verbunden sind."

Sport und soziale Interaktion helfen ebenso

Dabei verminderten zahlreiche Besuche von Freunden und Familienangehörigen das Demenz-Risko um 15 Prozent. Regelmäßige sportliche Aktivitäten wie Schwimmen, Radfahren oder Spazierengehen waren sogar für eine Risiko-Minderung von 35 Prozent verantwortlich. Dieser Verringerung ließ sich sogar bei den Studienteilnehmer*innen beobachten, die eine genetische Prädisposition für die Krankheit in ihrer Familie hatten. Auch Risikofaktoren wie Alter und Alkoholkonsum wurden in die Studienergebnisse mit einbezogen.

Im Video: Neue Studie: Menschen mit Hörproblemen erkranken eher an Demenz

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